und da simma scho wieder in asien

Posted By leon / April, 11, 2010 / 6 comments

bin jetzt inzwischen in thailand, wie das gekommen ist:

war noch bis mittwoch in brisbane, die osterfeiertage und die faehragentur haben nicht unbedingt dazu beigetragen etwas aussagekraeftigere informationen zur verschiffung zu sammeln, dienstag wurde mir aber zumindest zugesagt dass der container mit sicherheit aufs schiff kommt, ich hoffe also dass das gestern geschehen ist. und das war auch meine letzte info, was es kosten wird weiss ich immer noch nicht, man darf gespannt bleiben

bin dann also gleich mal am mittwoch wieder in asien eingefallen, der flug ist ueber kuala lumpur gegangen deshalb bin ich da gleich 2 tage geblieben, nett aber nicht besonders aufregend was ich so gesehen habe

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die petronas-towers, quasi das wahrzeichen kuala lumpurs, kann man rauffahren und auf der skybridge, diesem teil zwischen den zwei tuermen, kurz herumgehen und fotos machen, ebenfalls nett, ebenfalls nicht besonders aufregend

freitag bin ich daher gleich mal weiter nach bangkok, habe ja viele unterschiedliche aussagen ueber den sicherheitszustand gehoert und genauso unterschiedlich waren die aussagen dann auch vor ort. einige thais haben gemeint so schnell wie moeglich das land verlassen, wenn ich ein paar strassen entlangspaziert bin haben mich oft leute aufgehalten und gemeint da soll ich jetzt nicht weiter, im touriviertel hat aber jeder so getan als ob gar nix los waere obwohl man die demonstranten permanent gehoert hat. und gestern, als alles etwas eskaliert ist, haben dann sogar die thais im touristenviertel alle den unruhen im fernsehen zugeschaut. hab ich mich auch dazugestellt und meinen internetcafebesitzer neben mir gefragt ob es jetzt ungemuetlich wird weil ich ja nichts verstanden hab, hat er gemeint nein alles super und heut abend gibts eine spitzenparty bei den redshirts (die demonstranten) mit ac/dc coverband, er geht hin so bald er fertig ist und nimmt mich gerne mit. waehrend sich vor laufender kamera demonstranten und polizei die koefpe eingeschlagen haben

naja, hab dennoch, wenn auch begrenzt, sightseeing gemacht

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den rikschafahrer hat mir ein kunstlehrer mit dem ich ein bisserl ins quatschen gekommen bin verschafft, hat dem fahrer 5 destinationen zu denen er mich bringen soll aufgeschrieben und den preis verhandelt, nach 4 von den destinationen hat mich der fahrer bei einem juwelier abgeliefert und war danach (nach ueber einer stunde sightseeing) nicht mehr da. kohle hat er von mir noch keine gesehen, duerfte also viel mehr provison von dem geschaeft bekommen als ich ihm zahlen wollte, soll mir recht sein, wars fuer uns beide ein gutes geschaeft

und der vollstaendigkeit halber auch noch eine meiner 4 destinationen visualisiert, der schlafende buddha

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wollt mir dann am nachmittag fuer heute frueh einen bus an die laotische grenze checken, hab dann aber rausfinden muessen dass es aufgrund der unruhen und des thailaendischen neuen jahres (kommenden dienstag) keine plaetze mehr gibt. die einzige moeglichkeit war gleich alles zu packen und ueber nacht erst mal nach chiang mai zu fahren, ca zwei drittel des weges. die nette dame die mir das ticket organisiert hat hat mich auch dazu genoetigt gleich zum bahnhof aufzubrechen obwohl der zug erst 4 stunden spaeter abgefahren ist, in diesen 4 stunden hat sich dann herausgestellt das es eine weise entscheidund war dieser aufforderung nachzukommen, habe einen ewig weiten umweg nehmen muessen weil grosse teile der stadt nicht zugaengig waren, da hats leider gerade angefangen ungut zu werden

naja aber ich bin jedenfalls rechtzeitig zum zug und heute frueh in chiang mai angekommen, schoene stadt mit etlichen wunderschoenen tempeln

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und einem super highway

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die sofortige weiterfahrt klappt wieder nicht ganz wie geplant, habe eine busfahrkarte fuer den halben weg zur grenze uebermogen bekommen, von dort muss ich dann wieder weiterschauen.
und hier ist wieder alles anders, alle sind lustig weil eben uebermorgen neujahrsfest ist und im zuge dessen muss jeder mit wasser bespritzt werden, die strassen sind also voll mit kindern und jugendlichen, sowie touristen jeden alters, die alle passanten, minibusfahrgaeste und mopedfahrer eimerweise mit wasser uebergiessen, war eine sehr seltsame situation in dieser stimmung heute die zeitung zu lesen und von den 20 toten gestern zu erfahren

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bin dann noch ein bissi herumgelatscht allerdingst hab ich mich vorgestern in der nacht ziemlich verkuehlt weil der ventilator in meinem zimmer in bangkok sich in der nacht verselbststaendigt hat und dann die ganze nacht in mein gesicht geblasen hat, als ichs bemerkt hab hab ich schon nur noch durch den mund geatmet, die zugfahrt letzte nacht hat auch nicht unbedingt positiv zu diesem zustand beigetragen. jetzt bin ich ja prinzipiell wenn ich so herumlatsch nicht immer 100 prozent auf meine umgebung fokusiert, diese tatsache, kombiniert mit einer rinnenden nase die alle 50sek pflege bedarf und einem inzwischen ebenfalls verstopften gehoerganges und daher also einer massiven sinnesbeeintraechtigung die nur zwischendurch durch eine ueberraschende eimerladung wasser in die fresse unterbrochen wird, macht mich zur zeit selbst zu fuss fuer den strassenverkehr untauglich. habe mich daher schnell in ein internetcafe verschanzt und werde nach diesem artikel hoffentlich unbeschadet ins guesthouse zurueck und da mal 20 stunden schlafen damit ich wieder fit bin

weil dann koennst wieder ziemlich genial werden, hab im lonely planet gelesen dass man den mekong, den fluss der von china aus an thailands grenze durch laos und kambodscha fliesst, mit bootstouren runterfahren kann. das ist natuerlich langweilig daher hab ich gleich an fabian und sebastian, die zwei deutschen aus australien die sich gerade in kambodscha befinden, geschrieben dass wir uns schleunigst in laos treffen muessen um einen alten fischkutter zu kaufen und zu schauen wie weit wir ohne tour kommen. hocherfreulicherweise sind sie davon genauso begeistert wie ich und wir treffen uns in 3 tagen in laos um booterl zu shoppen. deshalb hol ich mir jetzt noch schnell leckere fried noodles um 50 cent und schau dass ich morgen in einem zustand bin in dem ich mich wieder unter menschen trauen kann

esmiralda

Posted By leon / April, 17, 2010 / 3 comments

noch kurz in chiang mai geblieben und mir einen thaibox-kampf angesehen

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der mit den boxhandschuhen ist ein pole, hat den hauptkampf innerhalb von 2 sekunden durch k.o. gewonnen, davor gabs aber zum glueck auch ein paar laengere kaempfe

bin dann wenig bequem innerhalb von 2,5 tagen nach laos und hier nach luang prabang gefahren, das neujahrsfest wird hier genauso gefeiert wie in thailand, dh wasser gibts nach wie vor permanent und von alles seiten, dafuer auch ein paar nette umzuege und andere festivitaeten

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und getroffen hab ich hier auch wieder sebastian und fabian, auf dem bild sind wir gerade nach ersten laengeren gespraechen auf dem weg auf eine kleine insel um uns ein boot anzuschauen

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und das ist sie:

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die huebsche gruene, esmiralda heisst sie. esmiralda ist 10m lang und an der breitesten stelle nicht mal 1m breit. esmiralda hat einen wunderbaren 2-takt-motor, mit vollgas huepft sie ueber das wasser wie eine gazelle und klingt dabei wie ein presslufthammer. bei unserer ersten ausfahrt heute hat sie uns ein bisschen geneckt indem sie den treibstoff schneller geschluckt hat als geplant, sie hat uns aber nichts boeses anhaben wollen und uns daher mit den letzten tropfen noch stotternd fast bis ans ufer gebracht, neuer treibstoff wurde zu fuss besorgt

ein bisschen bloed ist dass uns, nachdem esmiralda in unseren besitz gewechselt ist (was auch ein durchaus interessantes unterfangen war), einige – bzw alle – leute sagen dass sie zu klein und zierlich ist um uns den mekong nord- oder suedwaerts zu bringen weil sie den strudel und stromschnellen nicht gewachsen ist. das eng unsere planung jetzt natuerlich ein wenig ein, wir werden jedenfalls auf einem seitenfluss des mekongs morgen mal erkunden wie es um ihre seetauglichkeit wirklich bestellt ist und dann weiterentscheiden

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schifferlfahren

Posted By leon / April, 23, 2010 / 6 comments

tag 1

die vorbereitungen sind abgeschlossen, ausgeruestet mit planen, schwimmwesten, kochtopf, wasser, fertignudeln und sonstigem klumpert wird in see gestochen, vorerst mal den mekong rauf zu den pak nam ou-hoehlen, von da zweigt der nam ou ab den wir raufwollen

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ablegen verzoegert sich ein bisschen, beim ersten startversuch gibts die ersten probleme mit der anlassleine, bekommen wir aber in den griff
fuer den abend suchen wir uns einen netten strand am mekong, basti und fabian schlafen unter ihrem moskitonetz auf ihren isomatten, ich hab nur haengematte und kleines moskitonetz und verziehe mich daher befestigungstechnisch in den wald. muss sehr bald feststellen dass in dem wald viele grosse tiere wohnen, unangenehm wenn man nicht genau weiss wie viele tiger es hier noch gibt, praktischerweise werde ich aber bald von dieser gefahr erloest, ein monsun laesst uns gerade noch das wichtigste unter unsere plane packen unter der wir dann die nacht verbringen, geschlafen wird ungefaehr eine halbe stunde

tag 2

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versuche noch ein paar minuten schlaf einzufangen, praktischerweise ist in der nacht neben meiner eh schon etwas angeschlagenen gesundheit noch ein bissl ein massiver durchfall mit magenkraempfen dazugekommen, ausserst angenehm. die furchen neben mir waren uebrigens am vortag noch nicht da, haben die sturzbaeche von der nacht gebildet. esmiralda hat sich gluecklicherweise nicht losgerissen, im gegenteil, rund um sie hat der abgegangene hang festland gebildet, dauert ein bissl sie wieder ins wasser zu befoerdern

am nachmittag erreichen wir unser erstes etappenziel, die felsenhoehlen/tempel von pak nam ou

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gegenueber gibts ein bissl touri-sachen, die maedls wollen uns alle einen vogel zum freilassen verkaufen, kaufen nix aber lernen ein bisserl laotisch von ihnen, zumindest dass vogel “nok-nok” heisst

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guesthouse gibts hier keins aber ein netter laote quartiert uns bei sich ein und versorgt uns in seinem lokal, bin stolz die ganze nacht ohne klogang durchzuhalten

tag 3

ueberraschender fahrgast

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finden bei unserer allmorgendlichen esmiralda-ausschoefung einen neuen fahrgast, keine ahnung wie der fisch da reingekommen ist, schenken ihm aber dann doch die freiheit nachdem er im 50/50 wasser/benzingemisch wahrscheinlich nicht lang so froehlich bleibt. dann gehts endlich an den nam ou, nach ca einem km und bereits einigen stromschnellen ists allerdings hier zu ende

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an der leichtesten stelle liegt ein felsen unter wasser auf der lauer, der arme esmiralda wird die schiffsschraubenwelle vom motor geloest und die lenkung etwas unwucht gemacht, bekommen sie nach einem ausgibigen schwimmgang aber wieder halbwelgs flott, muessen uns aber eingestehen dass der nam ou zur zeit wirklich zu wenig wasser fuehrt. daher wieder retour und doch den mekong rauf, wollen mal schaun ob er wirklich so unfahrbar ist wie behauptet. ist er nicht, es gibt zwar schon stromschnellen und strudel die esmiralda und uns alles abverlangen aber groesstenteils ist er eigentlich recht ruhig und schoen. am abend suchen wir einen schlafplatz in einem dorf, werden woanders hingeschickt, dort will man uns fuer 150 dollar einquartieren, wollen wir nicht, der captain von einem groesseren boot bietet uns an dass wir fuer 100 dollar bei ihm schlafen koennen, wollen wir auch nicht, ein laote bietet uns dann auch noch voellig ueberteuert an bei ihm zu schlafen, im endeffekt schlafen wir gratis unter dem vordach der schule, warum nicht gleich

tag 4

erste startversuche in der frueh fuehren wieder zu einem problem mit der anlassleine, aufgrund unseres werkzeugmangel brauchen wir erstmals hilfe, zufaelligerweise gibts sogar jemanden mit dem richtigen gabelschluessel

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hilft dann aber alles nix, motor wird deshalb zerlegt und offengelassen, unser seil ersetzt die anlasseine. also weiter den mekong raufgetuckert

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fischer und goldschuerfer beobachten

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in doerfern essen suchen

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ist allerdings schwierig zu fotografieren, bis auf kleine buben rennen alle weg als haett ich eine massenvernichtungswaffe wenn ich frage ob ich ein foto machen darf

na jedenfalls gibt dann ziemlich bald der gashebel seinen geist auf, der benzinhebel hat sich sowieso schon in der frueh verabschiedet. dauert ziemlich lang denselben mit diesem seilzug zur geschwindigkeitskontrolle zu ersetzen

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nachdem sich ausserdem, trotz laufender festigungsarbeiten, die motorbefestigung staendig loest und das heck sowieso auch schon den geist aufgibt sehen wir schweren herzens ein dass esmiralda vielleicht fuer kleinere abenteuer als den mekong rauf gebaut worden ist. beschliessen daher, auch weil wir erfahren dass das von uns angestebte dorf zumindest noch 4 tagesetappen entfernt ist, esmiralda wieder in ihren heimathafen nach luang prabang zu bringen.

tag 5

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nach einer ziemlich netten nacht in einem kleinen dorf inklusive lustiger preisverhandlungen ‘wir gegen das ganze dorf’, leckerem essem, kleiner festivitaeten, stimmungsvollem kleinen tempelbesuch und meinem ersten festen stuhl (!) gehts ganz entspannt den mekong wieder runter

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stromabwaerts fahren wir die etappen der letzten 4 tage problemlos an einem tag, die schwierigen stellen sind bergab auch gar kein problem mehr

und nachdem wir gestern abend angekommen sind hat esmiralda heute bereits wieder ihren besitzer gewechselt und ist wieder eines von den vielen fischerbooten die nicht mehr als 500m am tag fahren, ihre grosse ausfahrt hat sie den anderen aber voraus

fazit: unsere kilometerleistung kann man zwar nicht mal als achtungserfolg werten, genial wars aber allemal und ausgezahlt hat sichs auf jeden fall. ausserdem war ich bootsbesitzer, ist doch auch was!

und morgen trenn ich mich dann von fabian und sebastian, die beiden fahren weiter in den norden, ich in den sueden. mein auto kommt jetzt ploetzlich doch eine woche spaeter in dubai an als geplant, das wirft jetzt alle plaene ziemlich ueber den haufen, werd ich mir morgen was neues fuer die naechsten 2 wochen ueberlegen muessen

the longest day(s)

Posted By leon / April, 29, 2010 / 9 comments

war nicht so einfach nach vietnam zu gelangen und hier anzukommen, folgende odysee liegt hinter mir:

von vientiane, hauptstadt von laos, ists nach visabesorgung fuer vietnam erstmal mit dem nachtbus nach savannaketh gegangen, dort bin ich um 04:00 frueh angekommen und hab mal bis 7 warten muessen um den ersten bus an die vietnamesische grenze zu bekommen. in dem bus war dann an schlafen nicht zu denken, ueberfuellter lokalbus der auch statt 5 stunden gleich mal 7 gebraucht hat, allerdings ohne pannen was durchaus verwunderlich war.
grenzabfertigung war dann mehr oder weniger reibungslos, auf vietnamesicher seite war dann kein oeffentlicher bus nach hue (da gehoert ein accent uebers “e” aber den hab ich hier nicht auf der tastatur) zu finden, hab dann mit dem minibus fuer 15dollar fahren muessen, hat auch wieder 4 stunden gedauert.
bin dann also ziemlich fertig in hue angekommen und wollt nur noch schlafen, hab schon gewusst wo ich mich einquartieren will, hab aber nicht gewusst dass es noch etwas dauern sollte bis ich da auch wirklich ankomme. nachdems nicht allzu weit war hab ich die mopedtaxis ausgeschlagen und mich zu fuss auf den weg gemacht, nach der haelfte des weges hat mich hoi, ein mathematiklehrer der 3 jahre in australien gelebt hat, aufgegabelt. der wollte sein englisch aufbessern und ich wollte nciht unfreundlich sein, hab mir also erstmal ziemlich lang angehoert was er so in australien gemacht hat, wo er wohnt, wie’s seiner familie geht und wie toll sein neues moped, eine yamaha, ist. hat mir angeboten gratis bei ihm zu wohnen, war aber wie gesagt komplett fertig und wollt nur schlafen und nicht viel kommunizieren, hab deshalb dankend abgelehnt, allerdings nach laengerem ueberreden zugestimmt mir sein haus anzusehen und er bringt mich dann nachher zum hotel. fehler.
seine wohnung war etwas ausserhalb von hue, hab gleich mal seine familie, frau und zwei kinder, kennengelernt. dann war der plan zu meinem hostel zu fahren, hat mich gefragt ob wir am weg noch ein bier zusammen trinken und ich hab zugesagt. fehler.
aus dem bier ist dann ein hot-pot essen mit mehreren bieren geworden bei dem er mich gleich mit der kellnerin verkuppeln wollte

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als ich die rechnung bekommen hab hat er mich grad nochmal gefragt ob ich sicher nicht bei ihm schlafen will um mir das geld fuers hostel zu sparen, nachdem das futter mein normales budget massiv ueberstiegen hat und es inzwischen schon 21:00 oder so war hab ich mir gedacht dass das vielleicht nicht verkehrt ist, ich geh ja gleich schlafen und bin morgen frueh weg. fehler.

einmal bei ihm angekommen wollt ich schlafen gehen, hats aber nicht gespielt, auf ein bier mussten wir noch ins lokal ums eck um seine freunde kennen zu lernen. aus einem bier sind tausend geworden, er und seine freunde sind ziemlich schnell lustig geworden und er hat mich dann den ganzen abend umarmen muessen weil wir so gute freunde sind, irgendwann hab ich gesagt jetzt reichts und bin schlafen gegangen.

am nachsten tag ziemlich frueh aufgewacht, hab gewusst dass hoi ab 8:00 unterrichtet und deshalb, um muehsame diskussionen zu umgehen, mit dem aufstehen gewartet bis ich kurz vor 8 sein moped gehoert hab, dann schnell einen kurzen brief mit danksagung geschrieben und mein zeug gepackt. hab mir erwartet vielleicht noch seine frau anzutreffen aber gleich abzurauschen, statt dessen steht er ploetzlich wieder selbst vor mir, war zu verkatert um arbeiten zu gehen, das moped hat seine frau benutzt. ich sag ihm dass ich jetzt geh, aufgrund seines angeschlagenen zustandes leistet er nicht viel widerstand, sagt passt aber wir koennen ja noch kurz einen letzten kaffee miteinander trinken, ich willige ein. fehler.

waehrend des kaffees drudeln wieder alle freunde von ihm ein, haben deismal aufgrund des vorabends alle aufs arbeiten verzichtet, waehrend des kaffees holen sie so was aehnliches wie ein mensch-aergere-dich-nicht hervor

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da muss ich dann mitspielen, was ich erst spaeter erfahre ist dass der verlierer die erste runde bier zahlt. bin natuerlich ich und habe danach hoechste gluecksgefuehle um 9:30 in der frueh das erste bier trinken zu duerfen. nach der runde haben sie ein schlechtes gewissen dass ich jetzt zahlen musste und der naechste will eine runde zahlen, ich versuche mich zu verabschieden hab aber bloederweise meinen rucksack noch bei hoi stehen, der sagt nach dem bier darf ich gehen (“only one bier then you can go”) und ich versuche ihm zu glauben. fehler.

nach dem 3. bier sind meine neuen freunde wieder auf ihrem level von gestern, ich halte mich extrem zurueck weil ich dieses desaster endlich beenden will, nix da, ploetzlich kommt seine frau ins lokal und faengt an sich lautstark zu beschweren weshalb ich nicht mehr bei ihr im haus wohnen will, ob ich ihr haus oder ihre familie nicht mag und dass ich unbedibngt noch eine nacht bleiben soll, gibt ja keinen grund in ein teures hotel zu gehen wenn ich gratis bei guten freunden schlafen kann. waehrend alle betrunkenen anwesenden jetzt ebenso laut in diese argumentationslinie einstimmen aendert sie ihre taktik, setzt sich neben mich und und fluestert mir zu dass ihr mann ja morgen wieder arbeiten geht und die kinder bei ihrer mutter sein werden, sind also dann nur sie und ich im haus. und als wenn mich das jetzt nicht schon vollkommen in panik versetzen wuerde faengt sie auch noch an unterm tisch meine fuesse zu massieren, mein erschrecktes wegruecken hat nur ein sofortiges nachruecken zur folge.
ich sehe mich also in einem ziemlichen worst-case-szenario und kann mir nur 3 loesungen vorstellen: endweder ich sag zu, dann wird alles aber sicher noch viel schlimmer. oder irgendwer bekommt mit was unter dem tisch abgeht dann werd ich sowieso sofort gelyncht obwohl ich absolut und komplett unschuldig bin. oder, und das scheint mir die beste loesung, ich fluechte auf der stelle, und ueberlasse meinen rucksack seinem schicksal.
da ist das schicksal dann aber das erste mal gnaedig weil genau in dem moment einer von hoi’s illuminierten freunden vom pinkeln zurueckkommt und bestimmt dass ich jetzt sofort sein haus und seine familie sehen muss und er was fuer mich kocht, normalerweise haett ich das jetzt abgelehnt aber in der situation wars die rettung, springe also gleich auf und mach mich mit ihm und dem rest des trosses (hoi’s frau darf nicht mit) auf den weg. waehrend er kocht gibts wieder tausend biere, singen und vietnamesisch-unterricht und einen hoi der das beduerfnis hat mich alle 2 minuten zu umarmen, beim essen schlaeft dann der gastgeber ein und ich sag hoi dass ich jetzt auch so muede bin dass ich schlafen muss, das sieht er ein und ich schleppe ihn zu seinem haus, dort hab ich nochmal glueck, seine frau grad nicht da deshalb ganz schnell den hoi auf seine matratze gelegt, rucksack geschnappt und raus aus diesem wahnsinn.

und dann hab ichs endlich geschafft, unnoetige 2000 biere und mehr panikattacken als gut sind spaeter kann ich endlich am nachmittag in meinem hostel einchecken, da versperr ich dann auch gleich die tuer und komm den ganzen tag nicht mehr raus. und heut fuel ich mich endlich wieder menschlich, habe beschlossen diese “off the beaten track”-sache (so nennts der lonely planet) jetzt seinzulassen und mich nur mehr in den absoluten touri-gebieten herumzutreiben, alles andere ist mir viel zu gefaehrlich, bin jetzt noch heilfroh dass die letzten 2 tage so ein glimpfliches ende gefunden haben.

fuer morgen steht hier noch ein bissl tourisachen auf dem programm, dann gehts langsam an der kueste runter nach saigon, von dort geht dann am 9.5. mein flieger nach dubai. und da hab ich dann endlich wieder das gute yak das dafuer sorgt dass ich nicht nochmal in solche situationen komme, bin abenteuermaessig gesaettigt. inshallah.

last days vietnam

Posted By leon / May, 7, 2010 / 3 comments

viel aufregendes ist nicht mehr passiert in den letzten tagen, war noch zwei tage in hue, nett und (zum glueck!) keine grossen aufregungen, viel herumgelatscht und bei allen fluessen sehnsuechtig an esmiralda gedacht

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dann mit dem schlafbus weiter nach mui ne

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in mui ne kann man sich windsurf- und kitesurfsachen ausborgen, wollt ich eigentlich machen, hat sich dann aber herausgestellt dass beim billigsten verleih windsurfzeug 100 dollar/tag und kitesurfzeug 200 dollar/tag kostet, hab mir daher statt dessen ein fahrrad um 1 dollar/tag genommen und mir die umgebung angeschaut. mui ne selbst ist ein ziemlich schoenes kleines fischerdorf das 15km enfernt von der touristensiedlung liegt

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die fischer sind hier mit lustigen nusschalen unterwegs, ist eigentlich nur eine schuessel in der sie herumtreiben

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nachdem diese teile auch nicht wirklich manoevrierfaehig sind kommt am nachmittag ein kleines motorboot und bringt alle hinter sich herziehend wieder nach hause

war unter anderem bei einem als attraktion angepriesenen wasserfall, der wasserfall selbst war ungefaehr 3 meter hoch und nicht sehr spektakulaer aber um da hinzukommen hat man dem normalen weg das flussbett vorziehen koennen, war gut

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war dann im endeffekt nur 2 tage da und bin dann weiter nach saigon, bzw offiziell ho-chi-minh-stadt, so nennts hier aber keiner

zierfischhaendler mit moped statt geschaeftslokal

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verbring hier also die letzten tage in vietnam, ganz nett hier, ausserdem hab ich, statt wie sonst oft gar keine, hier sogar 2 duschen

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die werd ich aber nicht mehr lange geniessen weil morgen abend heissts dann auch schon auf nach dubai!!! dort hoff ich dass ich das auto reibungslos und schnell aus dem container bekomm, genialerweise muss ich mir waerend dessen keines von den sauteuren hotelzimmern nehmen sondern kann bei marina (schwester von simona) und ihrer familie wohnen, die holen mich sogar vom flughafen ab, find ich sehr gut! und sobald ich das auto hab schau ich dass ich moeglichst schnell in den oman komm, da landet in maskat naemlich ebenfalls am 9.5. die geli und wir schauen uns den oman zusammen an (bei ihrer flugbuchung war der ankunftstermin fuers yaks noch der 2.5.)
und weiterer p[lan nach dem oman ist dann zurueck in die emirate, transitvisum fuer saudi arabien besorgen (daumen druecken) und durch saudi arabien nach jordanien, dort treff ich dann caroline, die ich letztes jahr in indien kennengelernt hab, und wir fahren zusammen durch jordanien und vielleicht noch ein stueck syrien, von syrien dann wahrscheinlich tuerkei, griechenland, mazedonien, serbien, ungarn und oesterreich und dann wars das auch schon.
und zuhause bin ich dann doch ein bisserl frueher als uerspruenglich gedacht, ich schau dass ich am wochenende 6./7. august ueber die grenze komm und, eh klar, letzte anlaufstelle vor wien muss natuerlich wieder podersdorf sein damit des a runde g’schicht is, also wer bock auf podo/martinskeller am 7.8. hat kann sich das schon mal fett im kalender eintragen!!! freu mich jetzt schon und erst recht freu ich mich jetzt auf den nahen osten und aufs yak und ueberhaupt, und daumendruecken fuer schnelle und billige zoll- und hafenformalitaeten wird aeusserst wohlwollend aufgenommen!