Ungarn, Rumänien

Posted By leon / April, 10, 2009 / 2 comments

Sind inzwischen in Rumänien, wie es dazu gekommen ist:

Erstaunlicherweise haben wir es, nachdem wir eigentlich schon beschlossen hatten eine weitere Nacht in Podersdorf zu bleiben, doch geschafft am Samstag noch aufzubrechen und nach Budapest zu tuckern (wollten eigentlich nach Györ, haben das Projekt aber nach unmotivierter und daher unerfolgreicher Quartiersuche abgebrochen). Wir sind übrigens der Herr Platzer und ich, bis 24.4. sind wir zusammen unterwegs, dann fliegt er von der Türkei wieder zurück. In Budapest haben wir Glück mit einem Campingplatz gehabt der eigentlich erst im Mai aufsperrt aber uns trotzdem aufgenommen hat, sind daraufhin gleich 3 Nächte dortgeblieben und haben uns 2 Tage ausgiebig Budapest angeschaut, sehr empfehlenswert, eigentlich wie Wien.

Am Mittwoch sind wir dann weiter nach Eger gefahren, hat angeblich den besten Wein und die schönsten Frauen Ungarns, das mit dem Wein stimmt, die Frauen ist uns Eger schuldig geblieben, sind daher gleich in den Süden nach Szeged weitergefahren, nette kleine Studentenstadt, am Abend 1000 Studenten auf der Strasse, allerdings hat man in Ungarn anscheinend mit 19 fertigstudiert, viel älter war da nämlich niemand…

Der Herr Platzer hat sich in Szeged auch erstmals eine Nacht ohne Zelt gegönnt, hat ein Quarteier gefunden dass alles konnte und nur € 15,- gekostet hat, zumindest solange bis sich dann, nachdem er es bezogen hatte, herausgestellt hat dass der nette alte Mann 50 mit 15 verwechselt hat…. Egal, war ein schönes Zimmer und ich hab davor einen versperrten Luxusparkplatz gehabt.

Und gestern sind wir nach Rumänien rein, haben kurz vor Sibiu nach einem Quarteir gefragt und sind zu einem gut versteckten Wahnsinns-Anwesen von einer pensionierten Polizistin geleitet worden, der Markus wieder glücklich über ein schönes Zimmer und ich über den Parkplatz, zur Feier des Tages gabs dann gleich Baracz von der Hauherrin und ungarischen Wein von uns, die Runde hat sich dann mit ihrer Mutter, ihrem Mann, ihrer Tochter und einem Freund der ein bisserl Deutsch spricht noch etwas vergrößert, hat dann entsprechend noch ein bisschen länger gedauert. Die Dame des Hauses hat übrigens nur ungarisch und französisch gesprochen, hätten nie gedacht auf dieser Reise auch noch französisch sprechen zu müssen…

Und jetzt sitzen wir gerade in der Sonne bei einem Kaffee der mich für 3 Tage wachhalten wird und genießen den Tag, ich vielleicht etwas mehr als der Herr Platzer dem der Baracz gestern noch besser als mir geschmeckt hat, später gehts nach Sibiu, danach schauen wir uns den Norden von Rumänien und das Donaudelta an, in Constantia treffen wir am 13. den Jürgen, meinen Reisepartner bis Kirgistan, und dann gehts das schwarze Meer nach Istanbul runter wo hoffentlich schon mein Iran-Visum wartet. Schau ma mal…

Bukarest, 1. Panne

Posted By leon / April, 13, 2009 / 9 comments

So, sind nun seit 2 Tagen in Bukarest, am Weg sind wir durch Herrmannstadt (Sibiu) gekommen, dort war ich ja mit der Schule schon mal, habe mich aber an nichts erinnert (welch Überraschung), sind dann eigentlich nur durchgefahren um dann in Brasov stehenzubleiben. Brasov ist ganz nett, wäre auch nicht allzu aufregend, was aber genial ist und für uns einer der Hauptgründe war hinzufahren: es hat ein eigenes Hollywood-Sign!!! Dem Städtchen mangelt es offenbar nicht unbedingt an Selbstbewusstsein… Wer sich darunter nichts vorstellen kann, ich schau dass ich bald mal Bilder hochlade, dann ist klar was gemeint ist.

Nach einer Nacht Brasov gings dann weiter zum Castle Bran, wird als das offizielle Dracula-Schloss gesehen obwohl Graf Vlad nur mal kurz dort war, wir haben nicht ganz verstanden was der Lonely Planet uns mit “surprisingly famous” sagen will, dort angekommen dann schon. Abgesehen davon dass es dort alles gibt, Dracula-Häuser, Dracula-Shows, Dracula-Pensionen, Dracula-Gyros,… kann das winzige Schloss so was von gar nichts, ist gar nicht zu beschreiben, muss man sehen um danach zu wissen dass man es sich sparen hätte können. Obwohl, die anderen Touristen waren schwer begeistert, vielleicht haben wir das Schloss nicht verstanden.

Jedenfalls sind wir dann weiter nach Bukarest, hier sitzen wir zur Zeit ein bisserl fest weil mein  Auto die erste Panne hat, das Kugellager und das Anschlussstück von einem Vorderrad haben den Geist aufgegeben, war heut früh bei einer VW-Werkstatt (danke Lola für die Adressen), das Teil ist nicht mehr lieferbar bzw. nicht unter 3 Wochen, war dann in etlichen Autoteileshops, hab das Teil nach vielen Rückschlägen dann sogar bekommen und der äußerst erstaunten VW-Werstatt gebracht, morgen früh wird es dann eingebaut und passt hoffentlich.

Und seit gestern sind wir zu dritt, Jürgen, mein Reisepartner bis Kirgistan, ist zu uns gestoßen, wird ein sehr angenehmer Reisepartner glaube ich, äußerst sympathisch (und das schreibe ich jetzt nicht nur weil er den blog auch liest). Die einzige Frechheit ist dass er ein Auto hat in das meines 3x reinpasst, ziemlich genialer Mercedes-Bus/LKW.

So siehts zur Zeit aus, morgen geht’s dem Auto hoffentlich wieder gut und wir fahren weiter ans schwarze Meer, im Nachhinein übrigens noch frohe Ostern an alle, eigentlich im Vorhinein weil hier ist Ostern eine Woche später dran als bei uns.

Strandspaziergang

Posted By leon / April, 16, 2009 / 6 comments

Das Ersatzteil hat gepasst, habe zwar einen weiteren gesamten Tag mit dem Auto verbracht aber die 8 Stunden in der Werkstatt waren auch ganz nett, einen lustigen Rumänen getroffen der genauso lang warten musste, war also nicht ganz so schlimm. Jetzt ist das neue Kugellager drinnen, jetzt ist seltsamerweise zwar das Ursache behoben aber das Symptom nicht, quasi umgekehrt zur Schulmedizin, egal, haben beschlossen das zu ignorieren.

Sind dann nach dem Werkstattspaß noch ans schwarze Meer nach Mamaia gefahren und haben dort auf einem Parkplatz geschlafen, ist ein Ort den man sich sparen kann. Am Mittwoch haben wir uns dann Richtung Bulgarien aufgemacht, nach den ersten paar Kilometern Frühstück gekauft und bei Constanta an den Strand runter zum frühstücken. Und dann war das so eine Sache. Ich sitz im Bus und vor mir der Strand, kurz ist in meinem Hirn noch aufgeblitzt dass es nicht soo gescheit  ist die Sandfahrfähigkeiten vom Syncro auszuprobieren aber wie gesagt nur ganz kurz, deshalb die Sperren rein und mal vorwärts. Nach ca 2 Metern bin ich schon mal gestanden, blöderweise hat sich die hintere Sperre nicht eingeschalten daher gabs kein Weiterkommen, nicht so schlimm, Platzer und Jürgen haben angeschoben und ich bin rückwärts wieder auf festen Untergrund. Und dann hat sich plötzlich die Sperre aktiviert und ich hab schon wieder den Vorwärtsgang drin gehabt, habs auch weit genug geschafft um eine Selbstbergung unmöglich zu machen aber dann war Schluss, interessanterweise nicht wegen zu wenig Traktion sondern weil die Kupplung nicht mehr wollte. Nach etwas suchen hat sich dann ein Traktorfahrer gefunden der mich rausgezogen hat, hat dafür € 50,- verlangt und preislich nicht mit sich reden lassen, er war leider in der besseren Verhandlungsposition als ich.
Die Kupplung scheint keinen Totalschaden erlitten zu haben, stinkt jetzt zwar ab und zu ein bisserl aber beim Fahren ist nichts zu merken also wird’s  schon nicht so schlimm sein.

09sand-wuehlenWurde für diese Aktion auch schon zur Genüge ausgelacht aber manche Sachen müssen einfach ausprobiert werden.

Sind dann nach Bulgarien rein, da hat‘s uns allen eigentlich schlagartig viel besser gefallen, die Teile vom Schwarzen Meer die noch nicht komplett verbaut sind sind genial, in ein paar Jahren ist das aber alles zu vergessen wenn man sich anschaut was da gerade alles hingestellt wird, schade. Haben dann in einem gemütlichen Fischerdorf geschlafen und sind heute über eine mäßig gute aber dafür schöne Strasse in die Türkei rein, hatten an der Grenze 5 Kontrollen mit viel Bürokratie und wenig Kontrolle, dafür kann die Türkei bisher ziemlich viel. Jetzt sind der Herr Platzer und ich in Istanbul, Jürgen wartet auf der anderen Seite des Marmarameers, eigentlich sollte ich morgen hier mein Iran-Visum abholen aber die Referenznummer ist immer noch nicht da, blöd, vielleicht morgen.