ein bisserl gechillter in nepal

Posted By leon / August, 30, 2009 / 3 comments

haben nach zwei tagen an der grenze nach nepal diese auch passieren dürfen, war ein ziemlich lustiger grenzübergang, der weg zur unterschrift fürs carnet war wahnsinnig lustig, kann ich hier  aber sowieso nicht entsprechend wiedergeben also lass ich’s gleich, im endeffekt haben wir uns selbstständig um visa und carnet gekümmert, wär aber nicht notwendig gewesen weil dann keiner danach gefragt hat, hätten auch ohne irgendwas einreisen können. sind dann ein extrem schönes tal richtung kathmandu hinuntergefahren

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haben auch zum glück irgendwann mitbekommen dass hier linksverkehr angesagt ist, diverse mitreisende die zum vierten mal hier sind hat das am meisten überrascht…

fette hängebrücke am weg

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jan brav am knipsen

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in kathmandu hat sich günther in einem hotel einquartiert, ich im hof, jans truck war zu breit für die strassen, die beiden haben deshalb etwas ausserhalb gewohnt
das platzerl vor günthers zimmer, sehr gemütlich und blick über kathmandu

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affe vorm monkeytempel

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überall in der stadt gibts adler, besonders am fluss, denk mal dass die’s eher auf den essbaren abfall als die fische abgesehen haben

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durbar square

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und wir am durbar square, war bei der abreise und noch ziemlich früh, waren daher zu faul uns noch mal in schale zu werfen

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am weg nach pokhara, lkw’s sind inzwischen bunt und oft auch an dach besetzt

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und jetzt sind wir endlich an dem heiligen ort angekommen von dem mir der günther über drei wochen lang täglich vorgeschwärmt hat, laylas bar in pokhara

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sieht auf dem foto nach nicht viel aus, ist es auch nicht, niedriger raum mit billardtisch, 4 esstischen und im schnitt außer uns vielleicht 2 nepalesischen gästen. hat aber trotzdem was.

und heute radln ausgeborgt und einen kleinen ausflug gemacht, flussquerung mal anders

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und so siehts hier zur zeit aus, alles grün weil grad die monsunzeit zu ende geht, regnet noch oft aber das ist eh wichtig zum abkühlen

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also uns gehts ausgezeichnet, machen wenig und haben vorerst mal keine pläne das so bald zu ändern ;)

welcome to the jungle

Posted By leon / September, 7, 2009 / 2 comments

gleich mal vorweg, offensichtlich gibts bei diesem blog einen spamfilter der keine kommentare von nepalesischen ip-adressen zulässt, habe alle kommentare brav beantwortet aber weder wenn ich als admin schreib noch normal beiben die länger als eine minute drinnen, jan hats auch erfolglos versucht. also wär ich eh brav mit antworten aber mir sind ein bisserl die hände gebunden…

sind ja jetzt schon seit 1,5 wochen in pokhara, jan und esther sind inzwischen auch nachgekommen, alles ruhiger hier aber ein bisserl was passiert auch

waren auf der kleinen kuhfarm vom manager von laylas bar, hat er mit seinem bruder zusammen

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psychokuh

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wollt mir ein netteres schlafplatzerl etwas außerhalb von pokhara suchen, bin eine schmale bergstrasse hoch, dann war plötzlich ein hangrutsch im weg, nachdem ich 20 minuten versucht hab unter den verwunderten und amüsierten blicken sämtlicher bewohner der umliegenden häuser diesen wegzuschaufeln hab ich aufgegeben und bin die ganze strecke rückwärts zurück, hab mich dabei gleich mal ein bisserl eingegraben

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der brave bus ist aber wieder von selber raus und hat als belohnung dieses geniale platzerl gefunden

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ist ein stillgelegtes reisfeld, das gebäude dahinter ist ein gemütliches lokal wo ich mit ein paar locals (die aber nie was konsumieren) immer der einzige gast bin und dort meine vormittage fühstückend und lesend verbringe

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das ist die lokalcrew, versorgt mich mit essen, strom und etlichen informationen über zucht und ernte bestimmter schwammerl und lustiger pflanzen, ist ihnen komplett unverständlich das ich GAR NIX rauche oder konsumiere

von meinem platzerl aus bin ich auch gleich mal auf den sarangkot raufgelatscht und hab meine neuen bergschuhe eingehweiht, von dort oben hat man eine ziemlich geniale sicht auf pokhara und den dazugehörigen see

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bissl bewegung tut mir gut, hab mir hier ein wamperl angefressen

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alles ziemlicher dschungel hier, ist auch die beste zeit am ende von der monsunsaison, wenig touristen, immer wieder lange regenpausen und  geniale pflanzenwelt – glaub jedenfalls dass diese zeit ideal ist, war ja noch zu keiner anderen jahreszeit hier

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am tag drauf noch auf der anderen seite des sees zur world peace pagoda raufgegangen, noch urwaldiger, viele affen und lustig bescheuert dreinschauende wasserbüffel

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world peace pagoda, war alleine während des sonnenuntergangs oben, sehr ruhiger und beeindruckender ort

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am weg runter bin ich von ein paar schulkindern aufgegabelt worden, haben mich über den see geschippert und ich hab nicht wieder herumgehen müssen, nachdem sie sich sehr lang auf nepalesisch beraten haben hat sich ein 13jähriges mädchen in schuluniform doch getraut mich zu fragen ob ich was zu rauchen kaufen will, haben dann aber auch in meinen lachanfall mit eingesetzt, dürfrten also selber gewusst haben dass sie zum verchecken ein bisserl jung sind

haben uns dann auch ein booterl ausgeborgt und sind paddeln und schwimmen gewesen

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ziemlich nett vor dem dschungelhintergrund

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und das ist nach mehr als eineinhalb monaten gemeinsamer reise der letzte abend vom günni, entspricht ungefähr unserer optik zu dem zeitpunkt

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am heimweg haben dann noch zwei nepalesen versucht mich zu überfallen aber dank mithilfe meiner lokalcrew is nix passiert und nix weggekommen

und heut früh hat sich der günni leider wieder richtung wien verabschiedet, erst mal mit dem bus nach kathmandu und dann von dort mit dem flieger weiter, am mittwoch ist er zuhause. abgesehen vom spaß mit diesem herren wär’s in tibet sehr hart alleine gewesen, danke alter, genial war’s!

jetzt muss ich mir mal einen lonely planet von indien besorgen weil ich absolut keinen plan für die nächsten wochen und monate hab, das wird sich in grundzügen hoffentlich in den nächsten tagen ändern, bin schon mal gespannt wo’s hingeht ;)

elefanten, rhinos, noch keine tiger

Posted By leon / September, 19, 2009 / 8 comments

nachdem günther mich verlassen hat bin ich noch eine woche in pokhara geblieben um auf lisa zu warten, habe sie zusammen mit johannes bereits in der türkei, in usbekistan und in kirgistan getroffen, johannes ist dann mit seinem mercedesbus über kasachstan und russland zurück nach deutschland, lisa war backpacking in indien und dann eben pokhara. war in der woche wieder viel im umkreis von pokhara spazieren, alles nett aber wenig neues

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links ist lisa, von esther und jan hab ich mich verabschieden müssen, sie sind inzwischen schon in indien, wollen dort ein paar pässe unsicher machen bevor sie wegen schneefall gesperrt werden und dann wieder nach nepal zurückkommen

sind dann erst mal zum royal chitwan national park gefahren, hier hat ein bekannter von lisa eine ziemlich geniale lodge

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links ist ramesh, mit ihm sind wir hier im dschungel unterwegs, dann einer der mitarbeiter, lisa und megh raj dem die lodge gehört

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die bekanntschaft hat uns aus finanzieller sicht leider nicht viel gebracht, würde hier auch genausoviel zahlen wenn ich im auto schlaf deshalb war ich die letzten zwei tage nach ewigkeiten wieder mal in einem hotelzimmer, bin aber vom bus zu verwöhnt und kann daher anscheinend indoor nicht mehr g’scheit schlafen deshalb wird heute wieder in den bus gewechselt

und in zweiter hinsicht bin ich dem armen bus auch untreu geworden, hier mal die erste gewöhnung ans gerät

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und los gehts

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war aber leider nur fürs foto, auf der folgenden safari bin ich dann auch brav hinten im korb gesessen

dabei ein paar rhinos gesehen

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und ein bambi auch wenn das ein bisserl weniger aufregend ist

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außerdem waren wir noch kanufahren mit ein paar krokos, haben aber nur wenige, von denen meist nur den kopf und ausserdem ein bisserl weit weg gesehen

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aber der fluß selbst, der auch gleich bei unserer lodge vorbeikommt, ist ziemlich nett

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nach einem kurzen fußmarsch durch den dschungel bei dem wir leider gar nix gesehen haben sind wir noch zu einer elefantenfarm

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babyelefanten stehen auf kekse

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aber noch mehr auf lisas schuhe

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hab mich heut im krokofluß ein bisserl am elefantenbaden beteiligt

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die rüsseldusche…

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…sieht von oben so aus
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aber meist wollt die dame eh immer nur faul herumliegen

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alles wieder sauber

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zum abschluss noch mal ein bisserl schwimmen mit den locals, gibt nichts besseres weil man hier ca 5 liter pro minute schwitzt

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das hab ich nicht drauf

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bleiben jetzt wahrscheinlich noch zwei tage hier und fahren dann mit megh raj in sein heimatdorf, dort dürfts ganz nett sein und er hat eine gratisnacht in seiner dortigen lodge angeboten, danach vielleicht noch ins dorf von ramesh und dort das größte nepalesische hindufestival mitfeiern aber das ist alles noch nicht so sicher, mal schaun wie’s kommt

zurück zum ursprung

Posted By leon / October, 1, 2009 / 5 comments

viel zeit vergangen seit dem letzten blogeintrag, auch viel passiert in den letzten, sicherlich intensivsten tagen in nepal, deshalb wird’s wieder mal etwas länger, nur gleich mal vorweg als warnung

von chitwan sind wir nach nalang gefahren, einem bergdorf in dem lisa vor 5 jahren mal gearbeitet hat, hab dort allerdings nur eine nacht bleiben können weil das in pokhara professionell abgedichtete getriebe wieder ziemlich viel öl verloren hat. haben hier meg raj wiedergetroffen der hier seine zweite lodge hat, hat uns gleich mal mit einigem roxy, dem reisschnaps der hier von jeder familie gebraut wird, begrüßt. haben dann eine nacht gratis in seiner lodge schlafen können, ziemlich nette kleine zeltstatt mit theortischem himalaya-blick, die sicht war aber nie frei solang ich dort war

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hab mich dann am nächsten tag allein nach kathmandu aufgemacht, dort hat’s mit hilfe eines nepalesischen guides den ich in nalang kennengelernt hab mal zwei tage gedauert die beste werkstatt aussfindig zu machen, im endeffekt haben die mechaniker dort nach einem ganzen tag arbeit mit mäßig passendem werkzeug aufgegeben und das gleiche gemacht wie schon die mechaniker in pokhara, einfach silikon über die dichtungen geschmiert. bin mal gespannt ob das diesmal länger hält als eine woche… dafür bin ich nach dem rausfahren aus der werkstatt gleich mal mit der bremse ins leere gestiegen, erstaunlicherweise is aber nix passiert obwohl ich quer über die meistbefahrene strasse kathmandus gerollt bin und zwei stunden später hat die bremse wieder funktioniert, ein bisserl schlechter als vor der werkstatt aber alles “yes sir, no problem” also wird’s schon passen
für die 4km von der werkstatt zu meinem standplatz hab ich dann noch 2,5 stunden gebraucht weil kathmandu zur fesivalzeit verkehrstechnisch etwas überlaufen ist, der kleine ausflug nach kathmandu war also alles in allem nur mäßig gefällig

bin am nächsten tag dann wieder nach nalang gefahren, die letzten extrem schlechten 10km in das dorf hinauf sind immer ein erlebnis, weiß jetzt aber dass in der fahrerkabine 6 leute und das gepäck von 10 leuten platz haben

zurück in nalang hab ich diesmal nicht in der lodge sondern wie halt sonst auch immer im auo geschlafen, allein ist man hier nie, gibt immer ein paar kinder und manchmal auch erwachsene die mir interessiert beim zähneputzen, kaffeemachen, kaffeetrinken, lesen usw zuschauen, erstaunlicherweise gewöhnt man sich da ziemlich schnell dran
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die nachwuchsfußballmannschaft von nalang

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und die zukünftigen cheerleaderinnen

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es freuen sich hier alle immer wenn sie fotografiert werden und dann die fotos von sich auf der kamera sehen, sind generell alle extrem gastfreundlich und legen ihre schüchternheit ziemlich schnell ab

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und das ist die familie bei der lisa vor 5 jahren und auch jetzt gewohnt hat, die großeltern und der sohn der für das dasain-festival von kathmandu nach hause gekommen ist

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von nalang gings dann nach gorka, dort haben wir uns mit einer stunde und einem tag verspätung (haben uns schon an die “nepali time” bei der alles nicht so genau genommen wird gewöhnt) mit ramesh getroffen, war ja unser guide in chitwan und hat uns eingeladen das dasein-festival bei seiner familie in einem noch abgelegenerem bergdorf mitzufeiern. hat gemeint dass der weg dorthin nicht so schlecht ist, war dann aber stellenweise ein wenig gatschig, war genauso erstaunt wie alle anderen dass ich da durchgekommen bin

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und die flüsse noch mal um einiges breiter und tiefer als bisher, haben nasse füsse bekommen

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gibt von den flussdurchfahrten und dem schlamm auch ganz lustige kleine videos, werd ich versuchen hochzuladen wenn ich mal irgendwo eine bessere verbindung hab

sind jedenfalls ziemlich weit aber nicht ganz bis zum dorf gekommen, haben bei unserem schlafplatz noch eine ziegenschlachtung miterleben dürfen, im zuge des festivals werden etliche ziegen, schweine, hühner und büffel geopfert, allen muss mit einem einzigen schlag der kopf abgeschlagen werden sonst verheisst es unglück. die ziege wird aber davor 5x mit wasser besprenkelt, wenn sie sich dabei schüttelt heißt das dass sie mit der schlachtung einverstanden ist, wenn nicht wird sie in die freiheit entlassen. diese ziege hat sich kurz nach dem foto bei der dritten besprenkelung einverstanden erklärt und sich noch ein bisschen später auf unseren tellern befunden

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nachdem also etliche viecher geschlachtet werden wird man im zuge des festivals (das mehrere tage dauert) auch permanent eingeladen, bekommt dann eine schüssel fleisch ohne beilage und roxy, der wird ununterbrochen nachgefüllt wenn man auch nur einen schluck davon gemacht hat, ob man grad beim frühstücksfleisch oder beim abendessensfleisch sitzt ist dabei egal
das dorf von ramesh ist nur zu fuß zu erreichen, sind also raufgewandert, bei jedem dorf bei dem wir vorbeigekommen sind haben wir so eine schaukel gesehen

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auch die wird von jedem dorf nur für die dauer des dasain-festival aufgestellt, wer da runterfällt fliegt ziemlich weit

die familie von ramesh

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seine nichte und sein neffe, verzogen aber herzig

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am ersten abend waren wir vorerst mal bei den nachbarn auf fleisch und roxy

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und erste nepalesische tanzstunden

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nach dem abendessen bei der familie hat das dorf dann noch ein kleines welcome-fest organisiert, wir waren die ersten ausländer die hier über nacht geblieben sind. neben dem obligaten roxy haben wir noch tikas und blumenketten bekommen, bei dem fest sind die burschen auf einer seite gesessen

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die mädels auf der anderen seite

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und wir tanzend dazwischen

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den großteil der zeit wird immer ein einziges lied gesungen, dabei singen quasi die frauen gegen die männer, eine seite beginnt zu singen und die andere seite muss eine antwort darauf finden, das geht dann ein paar stunden so

blick beim aufwachen aus dem zimmer von ramesh, zum ersten mal waren die 8000er frei

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an zweiten tag des festivals bekommen die jungen von den alten familienmitgliedern einen tika auf die stirn und spezielle blätter in die haare oder hinter die ohren, soll glück bringen

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ich wurde auch gesegnet

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am abend gabs wieder eine party, am nächsten morgen haben wir uns dann wieder auf den rückweg gemacht

am abend nach langer zeit wieder mal einen schönen und ruhigen schlafplatz am fluss gefunden
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ramesh hat noch ein hendl zum abendessen besorgt, selbstredend auch ein bisschen roxy (oder “nepali water”, wie er auch genannt wird), nach etlichen kilo fleisch und genausovielen gläsern roxy in der letzten woche sieht man lisa nicht unbedingt auf den ersten blick an dass sie eigentlich vegetarierin ist

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haben dann noch etwas kultur angehängt uns uns in gorka-city den tempel und ehemaligen palast angeschaut, erstaunlich was man entdeckt wenn man sich die holzschitzereien genauer ansieht

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und von gorka sind wir wieder nach chitwan zurückgefahren um ramesh zurückzubringen, morgen machen wir uns von hier aus nach lumbini, dem geburtsort buddhas, auf, der ist gleich an der grenze zu indien, in spätestens drei tagen sollte ich also endlich in den genuss der berühmt defensiven indischen autofahrmentalität kommen

und kommentare kann ich leider weiterhin von hier nicht beantworten, jürgen ich muss dich leider entäuschen, sind weder ein paar noch fährt lisa nach australien mit, probleme mit moskitos gibts so gut wie gar keine und jan freut mich immer zu hören wie’s euch geht ;)