schlechter anfang

Posted By leon / November, 24, 2009 / 6 comments

bin also in australien gelandet, heute bei der australischen agentur die das abladen des autos organisiert, statt der von indischer seite kommunizierten 500$ (1 australischer dollar = 0,65 euro) kostets jetzt ploetzlich 2.500$. und das auch nur wenn alles gut geht, frueheste containeroeffnung freitag, laderampe gibts hier nicht, wenn den custom-typen das auto nicht gefaellt koennen sie die sauteure doppelte desinfektion trotz aller dokumente fuer nichtig erklaeren. kann natuerlich keiner was dafuer, sind alles hafengebuehren, containerhandlinggebuehren und sonstiges. und von indischer seite heissts jetzt es wurden ja nur die faehrgebuehren angegeben, bisher wurde das klarerweise immer als gesamtgebuehren bei ankunft kommuniziert.
bin noch am ueberlegen und moeglichkeiten suchen ob ich das auto irgendwo anders hinschicken kann, dann komm ich hier “nur” auf ca 1000$ weil keine customgebuehren anfallen, wuesst aber grad nicht wohin und muessts innerhalb von 3 tagen auf einem andern schiff haben damit keine hafenstellgebuehren anfallen. und ich muesst dann halt auch dorthin, also auch keine zufriedenstellende loesung.
waere unter diesen umstaenden – verschiffungskosten ueber dem fahrzeugwert und keine moeglichkeit das surfzeug herzubekommen – sicher nicht hergekommen. jetzt ist ein zurueck ohne massivsten kostenverlust natuerlich auch nicht moeglich.
in zwei tagen kann ich (vielleicht/hoffentlich/wahrscheinlich) wieder positiveres hier reinschreiben, weiss ich schon, aber manchmal ists halt auch beschissen also wieso diese momente hier auslassen.
naja, soviel mal zum auftakt.

kulturschock

Posted By leon / November, 25, 2009 / 10 comments

also erst mal danke fuer eure kommentare, anzudrohen das auto stehenzulassen wird niemanden beeindrucken weil es halt auf meinen namen und keinen agenturnamen da steht, dh ich muss dafuer sorgen dass es weg kommt sonst zahl ich mich bloed mit gebuehren. und indien ist offiziell halt leider auch nicht mehr involviert. wegen neuseeland nehm ich an dass es annaehernd das selbe kosten wird, die naehe zu australien machts auch nicht viel billiger weil die gebuehren an den haefen viel mehr ausmachen als die verschiffung selbst, ich zahle hier jetzt mehr nur fuer das abladen des autos inkl custom-sachen als fuer alles in indien plus ueberfahrt. und abarbeiten hab ich sogar heute angeboten, wurde mir allerdings in todernstem ton gesagt dass ich mich, sofern ich eine arbeitsbewilligung habe, beim tourismusbuero erkundigen kann.
finde die idee von drdick am besten, werd mal schauen was sich machen laesst.
sieht also so aus als ob sich – bis auf die tatsache dass ich wohl laenger auf das auto warten muss als gestern gedacht – an dem ganzen fiasko nicht mehr viel aendern wird, muss jetzt hoffen dass das bald ueber die buehne geht und zumindest nicht noch mehr kosten anfallen.

nachdem ichs gestern irgendwann geschafft habe mich mit der situation abzufinden und mir zu sagen dass es ja zum glueck nur geld ist (wenn auch unpackbar viel geld) hab ichs trotzdem nicht geschafft mich hier wohler zu fuehlen, hat ziemlich lang gedauert bis ich draufgekommen bin dass ich mich nicht nur ueber die verschiffungskosten aerger sondern dass ich offensichtlich einen ziemlichen kulturschock (wobei ich bisher gar nicht wusste was das eigentlich ist) habe.
hab mich waehrend der ganzen reise ein wenig gewundert dass ich die armut und das damit verbundene harte leben ganz gut verkrafte, besonders in den letzten zwei monaten als ich dann auch noch viel mehr als davor mit den leuten vor ort zu tun hatte und teilweise mit ihnen gelebt habe oder zumindest einen halben tag oder tag mit ihnen verbracht habe.
wie gesagt, das habe ich gut vertragen, im gegensatz dazu vertrage ich (dadurch) das leben hier gerade gar nicht gut. hier ist genau das gegenteil der fall, es gibt mehr als genug, alle leute sind super gut drauf und sofort beste freunde, im hostel herrscht schikursstimmung und wir haben uns alle ganz toll lieb.
ok, das klingt jetzt ziemlich abwertend, ist aber eigentlich ueberhaupt nicht so gemeint, will nur den gegensatz aufzeigen. finde es auch super dass es hier allen gut geht, scheint auch jeder extrem zu geniessen, liegt definitiv an mir dass ich (zumnidest zur zeit) das gefuehl hab dass ich hier absolut nichts verloren hab.
aber mit diesem wissen gehts mir schon viel besser, hab mir schon mal ein ruhigeres hostel fuer ab morgen gesucht, geh vielem aus dem weg und mit auto wirds dann ueberhaupt wieder viel leichter mal ein bisschen abstand zu haben.

nur ned hudln

Posted By leon / December, 1, 2009 / 5 comments

also erstmal das positive: das yak ist aus dem container und steht wieder auf den richtigen reifen!

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und nachdem die verschiffungsreifen gehalten haben muss ich auch den entwickler/erfinder (auch einiger anderer gimmicks am auto) fuer diejenigen die ihn nicht kennen vorstellen:

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das ist der liebe ralf, der macht alles wieder gut, manchmal macht er zuerst auch was kaputt was er dann wieder gut machen kann, am ende passts jedenfalls immer

so, kurzer exkurs, jetzt wieder zurueck zum thema: auto ist also wieder im freien, das heisst es fallen zumindest mal keine gebuehren fuer die containerlagerung mehr an, was allerdings noch fehlt:
morgen (hoffentlich) kommen die herren von der quarantaeneinspektion um alles zu ueberpruefen, aller prognosen nach wird das liebe yak auf jeden fall fuer zu schmutzig und daher im jetzigen zustand fuer eine biologische gefahr fuer diesen kontinent befunden. wenn dieser befund vorhanden ist muss mit einer der drei offiziellen stellen die das auto entsprechend reinigen duerfen ein termin ausgemacht werden. das auto darf natuerlich nicht selbst dahinfahren, es koennte ja dreck von den reifen auf die fahrbahn gelangen, daher muss ein lkw bestellt werden der das yak dorthinbringt. und sobald es dort gereinigt wurde (je nach wartezeit zwiscchen 2 und 10 tagen) kann ich einen termin mit einer behoerdenpruefstelle ausmachen die die verkehrssicherheit prueft, quasi pickerltermin. davor sollte ich noch ein paar lamperl tauschen, derzeit ist das yak noch eher dem indischen standard zuzuordnen.
von der reinigung zur kontrolle darf ich dann das erste mal selber fahren, brauch mir dafuer nur eine 48 stunden gueltige genehmigung von der zulassungsstelle ausstellen lassen.
und wenn es dann fuer gut befunden wurde geh ich mit dem schrieb wieder zur zulassungsstelle und bekomm dort, nachdem ich eine versicherung abgeschlossen hab, die genehmigung offiziell in diesem wunderbarsten land unter der sonne mein auto bewegen zu duerfen.
das fuer jede einzelne dieser aktionen entsprechend ins boerserl gegriffen werden muss versteht sich von selbst. AAAAHHHHHH!!!!
finde folgenden warnhinweis recht passend:

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lege das als: “pfoten weg von jeder verschiffung!” aus und schliesse mich dem voll und ganz an

soviel zum auto, was hab ich sonst hier gemacht: nicht viel aber zb jon vom hiesigen vw-club getroffen

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hat eine 16” syncro-doka aus england importiert, hat dafuer uebner 3 jahre gebraucht weil die australischen behoerden gemeint haben vw haette nie allradfahrzeuge hergestellt. alle bescheinigungen haben nichts geholfen, im endeffekt hat er das auto halt als 2wd importiert

war mit ihm fischen, war lustig, besonders wegen diesem kerl:

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das faule viech wollte die fische nicht selber fangen, hat nur darauf gewartet dass unser fang direkt von der angel an ihn weitergegeben wird, die anderen fischer haben sich geaergert weil er die fische vertreibt, ich habs lustig gefunden und ihn brav mit meinem (spaerlichen) fang gefuettert

ausser diesem angelausflug gibts eigentlich nix wirklich interessantes zu erzaehlen, war noch bei einem didgeridoo-konzert und einem ganz netten ska-konzert und das wars

also, wenn dieses land mir in wundervoller erinnerung bleiben will – und ich geh mal davon aus dass die maxime eines jeden landes ist MIR zu gefallen – dann muss es jetzt mal gas geben mit positiven eindruecken wuerd ich sagen. ich warte jedenfalls gespannt in freudigster erwartung derselben
:)

schon fast am weg

Posted By leon / December, 10, 2009 / 3 comments

unglaublich aber war, das auto ist als gut und sauber befunden und darf offiziell auf australischen strassen bewegt werden, wer hat daran noch geglaubt.
wie erwartet hat die dame von der quarantaene-inspektion das auto als nicht sauber genug empfunden, hat gemeint in den radlaeufen ist ein bisschen dreck ansonsten schauts aber gut aus, also auto auf den lkw und ab zur reinigung. von dort wollt ichs am naechsten tag abholen, hat dann aber doch drei tage gedauert und als ichs abholen wollte hab ichs noch nicht abholfertig vorgefunden

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die leute haben gemeint gut dass ich da bin, zwischen fahrzeugboden und (original) eingelegter siebdruckplatte sowie zwischen motorraum und einer ebensolchen siebdruckplatte ueber dem motorraum waere ein spalt, da kann dreck drin sein also beide platten muessen raus. das heisst alles muss raus weil natuerlich alles auf diese beiden platten gebaut ist. hab gemeint das geht nicht, sie haben gemeint leider, muss so sein. habe ihnen daraufin erklaert dass mir relativ egal ist was sie sagen und ich nicht im geringsten gewillt bin da auch nur irgendwas auszubauen, sowohl die reinigungsleute als auch ich haben dann 2 stunden ein bisschen herumgetrotzt und dann haben sie gemeint ok, fahren nur mit dem hochdruckreiniger drunter und alles kann drin bleiben, also zumindest mal ein kleiner erfolg.

jon hat mir dann am wochenende geholfen das auto inspektionsfit, also tauglich fuer australische strassenverhaeltnisse, zu machen, zb lichter auf rechtslenkerlichter tauschen, die ausgerissene bullbar neu anpassen, ein paar lichtkreislaeufe wieder auf vordermann bringen usw.

am sonntag einen tag am “day of the volkswagen” verbracht, das yak hat frechheitigerweise weder den jurypreis noch den publikumspreis gewonnen und sogar in der kategorie t3 in der nur 5 teilnehmer waren nicht an der spitze gewesen

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war trotzdem lustig, hab mich von meinem nachbarn der eher ein spaceshuttle als einen t3 gehabt hat den ganzen tag verkoestigen lassen, aber nicht nur, hab auch brav dem jon an seinem stand ausgeholfen und fleissig kleine vw-modelle verkauft

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dann am montag zur inspektion, erstaunlicherweise ohne groebere probleme durchgekommen, hat jeden der davon gehoert hat schwerst beeindruckt, duerfte nicht alltaeglich sein. und das obwohl der motor massiv oel verliert weil der wellendichtring kaputt ist, habe das mit einem alten leiber unterm motor zu verheimlichen versucht, das leiberl haben die typen bei der pruefung auch gesehen und gelacht weil sie gemeint haben da hat ein mechaniker wohl irgendwann mal einen handschuh drin verloren.

das heisst das auto ist jetzt hier registriert und ich darf mich schon ganz legal hier bewegen, geht halt leider nicht weil der motor grad zerlegt wird und hoffentlich bald die richtigen ersatzteile gefunden werden damit ihn der brave jon wieder zusammenbauen kann und dabei weiterhin seine werkzeuge verbiegt

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und da steh ich jetzt uebrigens seit ein paar tagen

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ist vor jons haus, heut beim fruehstueck hats einen knall gemacht, haben zuert nicht gewusst was es ist aber die zeichen habens dann verraten, hatte einen pfefferspry vorn im auto, ist durch die hitze geplatzt, hat die armaturenablage ein bisser zerstoert und alles was vorne war bunt durcheinandergemischt, die scherben von den lamopen die herumgelegen sind sind sogar in dem steinernen ganesh (elefantengott) gesteckt, ueberall im plastik natuerlich auch und alles war voll mit fluessigem pfefferspray. keine angenehme reinigung und stinken tut’s natuerlich nach wie vor aber ich bin heilfroh dass das nicht beim fahren passiert ist sonst waer ich jetzt taub und voller glassplitter und pfefferspray, also ziemlich glueck gehabt was das betrifft.

und den naechsten eintrag kann ich hoffentlich endlich von einem anderen ort schreiben und kann mehr berichten als immere nur autogeschichten die euch sicher schon genauso nerven und langweilen wie mich, ich glaub dran dann wirds passieren

ohne yak gings mir am sack

Posted By leon / December, 14, 2009 / 10 comments

vielen dank lieber joschi fuer diesen treffenden kommentar den ich mir als header ausborg, jetzt ist es endlich geschafft, das yak ist wieder (beinahe) ganz einsatzfaehig und folglich hab ich mich schleunigst von perth verabschiedet und bin richtung norden unterwegs

und aus diesem blickwinkel sieht ein jedes land gleich viel, viel besser aus

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bin zuerst mal nach lancelin, nettes kleines dorf an der kueste das im normalfall super zum windsurfen und wellenreiten ist, war aber gerade kein wind. dafuer gibts dort duenen zum befahren, macht laune und ausserdem hat der bergegurt endlich wieder mal zum einsatz kommen duerfen

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wie man sieht ist das dach inzwischen mit surfbrett und solarpanel versehen, reservereifen transportiere ich vorlaeufig im auto und wenn ich in zwei wochen den michi aus perth abhol hat mir jon schon einen reserveradtraeger fuers heck gebastelt

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schlafplatz am strand in lancelin, ist nicht ganz einfach hier mit schlafplaetzen, wild campen ist ueberall verboten, campingplaetze kosten an die 30 dollar pro nacht, manchmal gibts raststellen an denen man 48 stunden bleiben kann, auf so einer steh ich gerade und schlaf damit das erste mal legal hier

aufgrund des fehlenden windes hab ich lancelin dann bald in richtung geralton verlassen, am weg die pinnacles, sandsteinwueste im nambung-nationalpark , begangen und befahren

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didgeridoo in den pinnacles, gibt es ein klischeehafteres selbstausloeser-poserfoto? reiche mit kaffetscherl am leeren hangover-beach gleich noch eins nach

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bin jetzt am abend in geralton angekommen, hier sollts ab morgen wieder reichlich wind geben, werde daher mein bestes tun meine stimmung der letzten drei wochen in den wellen des indischen ozeans zu versenken
;)

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