wolkenkratzer, wueste, meer

Posted By leon / May, 17, 2010 / 0 comments

bin gut in dubai angekommen (nach muehsamen flug ueber doha) und wurde am flughafen gleich von lauren, marina und david abgeholt

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die drei haben mich die naechsten tage bei sich aufgenommen, war purer luxus mal mit klimaanlage und so. und ausserdem hats natuerlich gleich eine kleine seigthseeingtour gegeben

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burj chalifa , das hoechste gebaeude der welt

die naechsten tage waren zuerst durch warten und spielen mit lauren gekennzeichnet, danach mit dem abholen des yaks, das hat sein containerabenteuer wieder mal nicht unbeschadet ueberstanden, gab 2 tage unstimmigkeiten mit customs, groesste schwierigkeiten eine versicherung fuer die emirate zu finden, abschleppdient, werkstatt, noch mal werkstatt und sonst eigentlich auch wenig das geklappt hat. dafuer waren alle leute so genial, sowohl meine indischen faehragenturleute als auch die pakistanischen werkstattypen, der sudanesische abschleppwagenfahrer und saemtliche anderen leute mit denen ich zu tun hatte, so dass das alles halb so wild war

und irgendwann hab ichs dann auch geschafft das yak fahrbereit auf der strasse zu haben, hab mich daher von meinen gastgebern verabschiedet um richtung oman aufzubrechen. danke nochmal euch 3, habs sehr genossen bei euch, danke auch simona fuer die vermittlung!

10km nach dubai hab ich dann auch gleich meine erste polizeikontrolle gehabt, nach einer stunde hab ich 3 streifenwagen mit 6 polizisten beschaeftigt die keinen plan gehabt haben was sie mit mir anfangen sollen, haben mich dann erst mal zur naechsten polizeistation 20 km weiter eskortiert. dort hats noch mal eine stunde gedauert aber dann war alles gut, haben sich fuer die unannehmlichkeiten entschuldigt und ich bin weiter zur omanischen grenze. da war dann ueberhaupt alles komplett unkompliziert, die custom-leute auf beiden seiten haben sich nicht im geringsten fuers yak interessiert aber brav die stempel dort hingemacht wo ich’s ihnen gesagt hab, war nach nicht mal einer stunde erledigt.

und im oman hab ich dann noch mal am weg nach maskat bei netten indern neben ihrem lokal geschlafen und am naechsten tag dann die geli abgeholt die schon seit 4 tagen da war

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die hats bis dahin nicht so leicht gehabt, hat bei einer schweizerin geschlafen die ein bissl billigere (66 euro) zimmer vermietet hat als fuer maskat ueblich aber etwas schwierig war, ausserdem eher gespraechspartner als gaeste gesucht hat, dementsprechend war die geli dann nicht allzu boes ueber die uebersiedlung ins auto

noch 2 tage in maskat verbracht und ein paar sachen fuer die weiterreise besorgt und dann an der kueste entlang richtung sueden, nicht allzu schwer schoene schlafplaetze zu finden. vorne meer

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hinten berge

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und unter tags kameele und gazellen

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ausserdem einen genialen wadi, wadi shab, besucht

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geht eine wunderschoene schlucht rauf, zwischendurch muss man auch schwimmen um weiterzukommen, grande finale ist dann nach einem winziger tunnel zum durchschwimmen ein letzter pool mit wasserfall in einer kleinen felsenhoehle. haben ausserdem am weg zwei oberoesterreicher getroffen, alles sehr nett. auch netten mitfahrer gefunden

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und am abend wollten wir dann gleich weiter ras al jinz, da gibts in der nacht immer schildkroeten beim eierlegen und junge beim ins wasser watscheln anzuschauen, allerdingst hat uns ein durchaus ueberraschender regen- und hagelsturm den plan zunichte gemacht

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die omanis waren recht angetan davon, regen sind sie zwischendurch gewohnt aber hagel haben sie noch nie gesehen gehabt. die schildkroeten kommen bei regen nicht an land, haben deshalb gestern noch mal hier in der naehe von sur am strand geschlafen und schauen heut abend nach ras al jinz, da gibts dann hoffentlich was zu sehen. und dann gehts weiter die kuestenstrasse in den sueden, mal sehen wie viel sich in knapp 2 wochen ausgeht, man kann nicht behaupten dass wir sehr schnell unterwegs waeren. ist aber auch kein wunder, bei 47-50 grad muss der halbe tag im wasser verbracht werden, ist quasi die einzige moeglichkeit fuer europaeer ohne klimaanlage hier zu ueberleben. bin schon mal gespannt wie’s in einem monat aussieht, der sommer beginnt ja gerade erst…

ab in den sueden

Posted By leon / May, 23, 2010 / 3 comments

sind von sur nach raz al jinz gefahren um uns die green turtles beim eierlegen anzusehen, da gibts am abend immer fuehrungen bei denen die viecher moeglichst wenig gestoert werden und man sie dennoch beim nest graben, eierlegen, verbuddeln und ins meer zurueckgehen beobachten kann, zusaetzlich sind auch noch ein paar babyschildkroeten am weg vom nest ins meer vorbeigekommen. fotos gibts keine, fotografieren is verboten weil die schildkroeten durch den blitz blind werden koennen und viele touristen nicht in der lage sind ihren blitz auszuschalten

danach weiter richtung masirah, einer insel im osten omans, schoene strasse die kueste runter. am weg haben wir ahmed mitgenommen, ein student aus sur, er hat uns dann gleich mit zu sich nach hause genommen, haben auch ein paar seiner brueder kennengelernt

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ahmed ist der links, seine mutter hat mit seinen schwestern dann das beste reis-fisch-dattel-gericht ever zubereitet, zu gesicht bekommen haben wir aber nur das essen, nicht die koechinnen

weiter die kueste runter sind wir gleich im naechsten dorf haengen geblieben und haben ein bissl beim kicken zugeschaut

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waren gerade alle gut drauf weil die ferien am gleichen tag begonnen haben und die soehne vom studium aus sur und maskat zurueckgekommen sind

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salzseen am weg weiter in den sueden

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nach masirah gingst dann mit der faehre, ist ca 1,5 stunden unterwegs und recht billig. und auf mirbat sind die omanis dann sogar noch eine spur netter als ueberall sonst, ausserdem gibts ein bissl was zu sehen, schoene holzfischerboote (gibts ueberall im oman)

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alte friedhoefe, zwei steine am grab stehen fuer maenner, drei fuer frauen

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blick vom jabal madrub, mit 256m der hoechste huegel auf der insel

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kameelbesuch zum fruehstueck

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sind alles andere als schuechtern

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eher saufrech und neugierig, kamera muss auch inspiziert werden

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am naechsten abend am turtlebeach gecampt und in der nacht wieder mal schilkroeten beobachtet, haben ja schon gewusst auf was wir aufpassen muessen

waren 3 tage auf masirah, haben uns dann aufgemacht um durchs inland in den sueden nach salalah zu kommen, laut guidebook “the least memorable journey in the world”, kann man durchaus unterstreichen, abwechslung haben nur diese schilder angekuendigt

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sollten durchaus ernst genommen werden, die wanderduenen wandern oefters ein bissl in den weg

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sind dann gestern abend angekommen, wollten noch eine suesswasserlagune suchen um da zu campen, haben wir aber in der nacht nicht gefunden. daher wieder mal in einer wunderschoenen bucht gelandet, an sich ja nichts neues

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allerdings heut frueh gesehen dass wir die lagune doch gefunden haben, hinter dem yak beginnt quasi garten eden

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kameele, ziegen, kuehe an einem ende

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flamingos am anderen

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werden jetzt 4 tage hier in der gegend verbringen, zu sehen gibts genug, und dann gehts eh auch schon wieder durchs landesinnere richtung maskat, geniessen daher noch die etwas kuehlere luft hier bevor wieder in die 50 grad-zone geht

end of oman, starting the long way through the desert

Posted By leon / June, 4, 2010 / 2 comments

genial ists im sueden vom oman weitergegangen, da ists ein bisserl kuehler weil ein kleines gebirge die wolken am kuestenstreifen haelt

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wieder mal ein paar nette wadis (flussbetten) mit suesswassersee und dazugehoerigen kamelen gefunden

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diese kameldame ist nach anfaenglicher scheu ganz verliebt gewesen und war eifersuechtig wenn ein paar artgenossen auch gestreichelt werden wollten, wollte dann auch mit uns kommen, haben aber keinen platz fuer sie gehabt

ausserdem natuerlich etliche inder getroffen (fast mehr als omanis)

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lustige damen bei den weihrauchstaenden

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nach wie vor geniale schlafplaetze und abwaschmoeglichkeiten

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nach 4 tagen wieder in den norden richtung maskat aufgebrochen, am weg noch in nizwa vorbeigeschaut, da gibts ein schoen renoviertes fort

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moschee, man darf aber im oman seit einiger zeit als nicht-muslim in keine moscheen mehr rein, schade, hab das im iran ziemlich genossen

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auch im “touristischsten” laden der stadt wars super nett mit dem inhaber zu quatschen

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strasse in einen wadi gleich ums eck von nizwa

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kleines feines wadidorf

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waren nur er und ein zweiter hirte da, die anderen dorfbewohner wohl gerade mit ziegen oder so unterwegs, hat uns gleich mit leckerem quellwasser verkoestigt und den weiteren weg gezeigt

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nette wadi-canyons

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und seit 30 jahren leerstehende geisterstaedte, in lehmhaeusern wohnt heut fast keiner mehr, seit der klimaanlage wird westlich gebaut

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wieder zurueck in maskat haben wir die erste nacht wieder am strand geschlafen, hat aber eine dermassen unertraegliche luftfeuchtigkeit und hitze gehabt dass wir uns dann eine nacht ein zimmer im oman dive center geleistet haben, nicht billig aber sehr, sehr gmiachtlich und leckeres futter

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und dann hat mich die geli auch schon wieder verlassen, vielen dank fuer den besuch liebe geli, hat mich ausserordentlich gefreut mit dir durch den oman zu tuckern!!

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war am naechsten tag noch tauchen, haben mir einige leute gesagt dass ich das unbedingt machen muss wenn ich im oman bin, war recht nett, allerdings nicht wahnsinnig spektakulaer. am naechsten tag noch jordanien-visum in maskat besorgt, war gleich begeistert von der freundlichkeit aller botschaftsbediensteten und der anwesenden jordanier. naja, zumindest bis das gespraech irgendwie auf das gazastreifen-debakel gekommen ist, da haben sie mich dann alle dazu angehalten daheim dafuer zu sorgen dass alle so wie sie meinen dass gott die juden endlich vom erdboden fegen sollte

dann weiter nach abu dhabi, da kann ich praktischerweise bei gavin, einem freund von rebecca aus brisbane, schlafen, hab da auch gleich bei weniger freundlichen angestellten auf der saudischen botschaft vorgesprochen und, heureka, bereits nach zwei tagen herumgefahre und dokumentenaustausch ein transitvisum in der tasche! leider nur fuer 3 tage, nicht wie erhofft fuer 7, damit ist jegliches sightseeing von vornherein ausgeschlossen, die kuerzeste strecke geht 1850km durch die wueste, mein auto ist nicht schnell, die wueste heiss und angeblich muss man die haelfte der drei tage fuer grenzformalitaeten berechnen. werde mich daher heut nachmittag auf den weg an die grenze machen und diese morgen frueh passieren, und wenn alles gut geht meld ich mich in kuerze schon aus jordanien

escort-service

Posted By leon / June, 8, 2010 / 6 comments

bin wie geplant von abu dhabi mal bis kurz vor die grenze von saudi arabien gefahren und hab da noch eine nacht auf einem lkw-parkplatz gepennt. dann recht frueh aufgestanden und zur grenze, die grenzformalitaeten waren eigentlich ganz ok, war nach 3 stunden oder so fertig und alle recht freundlich. hab mich dann also zu mittag gleich auf den weg machen koennen, ueber al-hufut und al-dammam und dann an der grenze zu kuwait und gleich danach irak nach jordanien.
die saudische wueste hat mich gleich auesserst freundlich empfangen, die themperaturen waren irgendwo jenseits des annaehernd ertraeglichen und der wind/sturm ist von schraeg vorne gekommen, auesserst motivierend die drei tage mal mit einer hoechstgeschwindigkeit von 60km/h und einem staendig knapp zu heissen motor zu beginnen aber ich hab halt nicht wirklich eine alternative gehabt

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so hats ausgeschaut, und zwar die ganze zeit, manchmal ein bissl rauf und runter aber links und rechts nix zu sehen ausser sand. und manchmal nicht weit zu sehen weil der sand auch gern mal in der luft ist

die ehemaligen kamelreiter fuehren ihre kamele jetzt spazieren

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hab gelesen dass kutschierte kamele meist rennkamele sind aber die rennsaison ist eigentlich vorbei und solche kameltaxis sieht man alle 20min also bin mir nicht sicher was die mit den viechern machen

prinzipiell sind weisse kamele in saudi arabien aber eher die ausnahme, hab sonst fast nur schwarze gesehen

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und am fruehen abend bei dammam hats dann begonnen. polizeikontrolle, nichts aussergewoehnliches, freundliche polizisten und nach einer stunde herumtelefonieren war alles gut und ich durfte weiter. nach 10min dann polizei mit blaulicht hinter mir, ich will rechts ranfahren aber er faehrt neben mich und schreit “go,go,go” also fahr ich weiter. und wunder mich weshalb er mit blaulicht permanent hinter mir bleibt, denk mir eigentlich dass ihm die 70km/h irgendwann zu bloed werden muessen. aber bleibt weiter hinter mir, ich begreife also langsam dass das meine eskorte ist, wird mich wahrscheinlich bis an rand vom zustaendigkeitsbereich seines reviers begleiten, find ich lustig. macht er auch, was ich aber nicht erwartet hab ist dass am rand von seinem revier die naechste streife wartet, die abwechslung find ich nicht so schlecht, die zweite eskorte hat die scheinwerfer besser eingestellt, blendet weniger. ich ueberleg so vor mich hin ob sie mich beschuetzen oder sich vor mir beschuetzen und will das meine neue streife fragen, muss sowieso tanken und fahr deshalb auf die naechste tankstelle, die streife bleibt aber in einem respektabstand von 50 metern (natuerlich permanent mit blaulicht) stehen. als laenger kein tankwart kommt faehrt er kurz etwas naeher, sirene, dann wieder zurueck zu seinem beobachtungsposten. sehr seltsam.
naja, die fahrt geht also weiter, naechste streife ohne besondere vorkommnisse, dann kommt endlich streife nr 4 mit muhammed, der haelt mich zwischendurch an und bedeutet mir dass ich ihm folgen soll, wir fahren auf seine polizeistation, da sind alle super nett und es gibt kaffe, tee, datteln und leckeres huenchen mit reis das von allen zusammen mit fingern gefuttert wird. das ist muhammed

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englisch spricht keiner, sie deuten mir aber dass mich dann wieder eine streife weiter begleiten wird, frage also weshalb das notwendig ist und sie meinen wenn ich eine reifenpanne hab koennen sie helfen. und erst nachdem ich ihnen mein ganzes pannenequipment gezeigt hab um ihnen klarzumachen dass ich alleine klar komm verstehe ich dass sie mich vor boesen menschen beschuetzen wollen wenn ich stehenbleiben muss. das find ich sehr nett aber unnoetig, kann sie aber nicht ueberzeugen, also gehts wieder mit streife weiter.
um 3 in der frueh reichts mir dann, ich sag streife nr 7 dass ich dann mal schlafen will und die gibts weiter an streife nr 8 und bei denen schlaf ich dann vor ihrer polizeistation

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in der frueh (und immer zwischendurch) gibts dann wieder datteln, kaffee und tee, meine hoffnungen auf eine weiterfahrt alleine werden natuerlich gleich im keim erstickt, hab das schon erwartet und versuch also das beste draus zu machen. in den folgenden 2 tagen bin ich mit weiteren 22 streifen unterwegs, mit pkws

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mit pick-ups

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mit gelaendewaegen

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manchmal mit 2 streifen

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oft auch als verfolger

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und einmal mit einem herrn inspektor bei mir und einem daneben im streifenwagen

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und natuerlich etliche polziestationen

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mit datteln, kaffee, tee und ganz viel wartezeit, entweder auf die naechste streife oder weil die papiere von jeder einzelnen streife abgecheckt werden muessen

das beste an den polizeistationen sind die schlafraeume

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nach dem mitagessen (huehnchen mit reis) wird erst mal 2 stunden kollektiv gepennt, ist sowieso zu heiss fuer den motor

ich bemuehe mich sehr alles lustig zu finden, ist aber nicht leicht, jede streife stellt die selben fragen (wobei natuerlich niemand englisch spricht), muss immer alle papiere checken, mit der vorhergegangenen streife neuigkeiten austauschen und nach 2 minuten fahrt stehenbleiben um mir zu erklaeren dass ich schneller als 80 fahren darf und soll. und irgendwann beginnt ein auesserst unsympathischer polzist meinen pass einzukassieren und ab da wird der von streife zu streife weitergereicht, ist mir gar nicht recht.
die zweite nacht schlaf ich auf einem vollkommen uebrfuellten parkplatz direkt an der strasse den zwei polizisten ausgesucht haben nachdem wir eine stunde durch die stadt gefahren sind um ein hotel zu suchen bis ich ihnen endlich verstaendlich machen kann dass ich im auto schlaf. und auf den parkplatz kommt dann ein weiterer polzist, der will dann meinen pass behalten waehrend ich schlaf aber das ist mir dann doch zu bloed, deute ihm dass ich den jetzt sofort haben will und nach einer halben stunde herumtelefonieren gibt er ihn mir dann auch muerrisch und verabschiedet sich, allerdings nur um 10m weiter mit blaulicht meinen schlaf zu ueberwachen

und knappe 3,5 stunden spaeter, um 5 in der frueh, ruetteln er und 3 hoeher gestellte beamten in zivil auch schon wieder an meinem bus, zeit zum weiterfahren “go street jordan, go”. die beamten sind ganz aufgeregt und wollen den bus anschauen, ich bin ausserordentlich erfreut ueber die fruehe stoerung und haue die tuer gleich hinter mir zu, auf ihre agressiver werdende forderung den bus zu kontrollieren und ihnen den pass zu geben antworte ich ihnen ebenfalls “go street jordan, go” und fahre los, so bekommt keiner was er will, ich keinen schlaf und sie keine busbesichtigung

ignoriere die folgenden streifenwechsel komplett und warte nie, hab ja noch meinen pass, und irgendwann ist grad kurz keine streiffe da weil sie beim wechsel offenbar noch ganz dringend was besprechen muessen und ich fahr an eine tankstelle tanken und auch gleich fruehstuecken, und dann…

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bin ich ploetzlich frei! geniesse ich sehr, nehme an dass es ihnen dann doch zu bloed geworden ist, fahre gemuetlich richtung jordanien, meist entlang der grenze zum irak

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liege gut in der zeit, keine probleme oder allzu lange wartezeiten an 2 checkpoints. aber dann, 70km vor der grenze, gehts wieder los, ploetzlich wieder 2 streifen und grosse aufregung weil ich schon so lang von allen gesucht werde, ich bin verlorengegangen. jeder hat gewusst dass ich die einzig existierende strasse geradeaus weiterfahren werde, geparkt hab ich beim fruehstuck direkt an der strasse, meine fluchtgeschwindigkeit war weiterhin 70km/h und ich habe 2 checkpoints mit allen pass- und papierkontrollen durchfahren. naja, ganz offensichtlich kann man also auch so verlorengehen. wie auch immer, mein pass wird gleich wieder kassiert, die letzten 70km dauern dann noch mit streifenwechsel und wartezeiten knapp 3 stunden aber irgendwann bin ich an der grenze. auch da bekomm ich meinen pass noch nicht, die letzte streife erledigt alles und haendigt mir meinen pass direkt an der letzten schranke aus, ich werde quasi aus dem land serviciert. einen fuer mich wichtigen stempel fuer ein extra gcc-laender-deposit das ich in dubai hinterlegt hab bekomm ich nicht, finde niemanden der englisch spricht und meine weigerung saudischen boden zu verlassen bis ich den stempel habe werden sehr ungut aufgenommen, hoffe also das geld trotz fehlendem stempel irgendwie wiederzubekommen.

also voellig fertig in jordanien angekommen, schliesse da um 110€ (!!!) eine versicherung fuer einen monat ab. willt dann nur noch schlafen, tut mir dann aber ein kleiner autostoppender polizist am wegrand so leid dass ich ihn mitnehme, denk mir ich nehm ihn zur naechsten kreuzung mit von der aus er besser stoppen kann

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das wars dann aber mit kreuzungen, ausserdem auch mit anderen autos, fahre also viel laenger als ich will, sehe schoene schlafplaetze aber kann den kleinen nicht mitten im nichts aussetzen. als ich dann endlich im rueckspiegel einen lkw seh versuch ich ihm verstaendlich zu machen dass er den stoppen soll weil ich da schlafen will, versteht er nicht, will dass ich am beifahrersitz schlafe und er faehrt, bleibe aber trotzdem stehen und setze ihn in den lkw. tut mir zwar jetzt noch leid weil er sicher nicht verstanden hat dass ich nicht in die naechste stadt will und daher geglaubt hat ich will ihn einfach so los werden aber ging nicht anders. und dann endlich wohlverdient das gute yak an einem einsamen platzerl zwischen den huegeln geparkt

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und gleich am erstaunlich gemuetlichen steinboden eine runde gepennt weil ich zu fertig fuer duschen oder essen machen war

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der wuffi hat waehrenddessen geschaut dass mir und dem yak nix passiert

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und heut bin ich weiter nach aqaba im sueden, bin noch immer komplett fertig und werd schaun dass ich die naechsten paar tage mal gar nichts ausser schlafen mach. und hoff dass mir das auto die plaene nicht durchkreuzt, war ganz brav in saudi arabien aber heut hats mir ein bissl sorgen bereitet, egal, denk ich morgen drueber nach. und freu mich trotz aller anstrengungen die damit verbunden waren dass ich durch saudi durch bin, war (abgesehen von den unvorhersehbaren sachen) das groesste fragezeichen der heimfahrt, also eiegntlich alles wunderbar
:)