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Posted By leon / March, 21, 2013 / 0 comments

der Plan:

April, Mai und Juni Marokko, Mauretanien, Senegal und Gambia besuchen

das Team:

Joschi und Ferdl:

Fizko:

Geli und Leon:

die Busse:

das “Bommerl” ist der 2WD im Vordergrund und mit Joschi und Fizko bestückt, wird längere Zeit durch Marokko tuckern

das “Yak” bringt Geli, Ferdl und Leon dann auch noch nach Mauretanien, in den Senegal und nach Gambia, inshallah

Holpriger Beginn

Posted By leon / April, 3, 2013 / 0 comments

Hahaa, dem Winter entflohen und schon fast auf der Fähre nach Tanger!
Sollte ich jetzt schreiben.
Mach ich aber nicht, statt dessen:

Dritter Tag der Reise und wir sitzen nach wie vor in Wien. Am Weg zum Verabschiedungsessen bei meiner Mutter hat sich die Nebenwelle selbstständig gemacht und sich ihren Weg aus dem Motor gefräst

 
Dadurch ist der Zahnriemen durchgerutscht und natürlich ein nicht geringer Schaden entstanden. Aber Glück im Unglück: der Motor sollte zumindest noch zu retten sein, steht bei meinem Busflüsterer Hans-Peter in Berndorf und sollte Anfang nächster Woche fertig sein.

 
Also bitte Daumen drücken dass das tatsächlich so schnell klappt und wir dann mit einer Woche Verspätung wegkommen. Und außerdem Daumen drücken dass der Motor dann mal ein paar 1000km nicht so massiv rumzickt wie in den letzten Monaten!

still waiting

Posted By leon / April, 10, 2013 / 3 comments

Leider ist das bisher ziemlich langweilig auf dieser Seite, aber naja, weshalb solls euch anders gehen als uns…

Der Motorschaden hat sich leider als massiver entpuppt als gedacht, zu den ganzen Schäden an Welle, Hydrostößel, Ventilen (waren ja immerhin schon ein paar Wochen alt), usw waren beim Runternehmen des Kopfes auch noch g’scheite Fahrer im Motorblock nicht zu übersehen. Daher ist der Block beim Instandsetzer und es müssen neue Kolben rein, also im Prinzip ist der Motor ärger beinand als vor seiner “Instandsetzung”.

Ist finanziell natürlich der overkill aber da müssen wir jetzt durch, wir hoffen zumindest jetzt nicht noch viel mehr Zeit zu verlieren, angepeilt ist die Autoübernahme jetzt für Ende dieser / Anfang nächster Woche, Inshallah.

 

Der Beginn

Posted By leon / April, 25, 2013 / 8 comments

Eine Woche ist seit unsrer Abfahrt vergangen, viel ist in dieser Zeit passiert.

Der Reihe nach:
Montag letzte Woche haben wir das Yak wiederbekommen. Nachdem es ja neue Kolben und einen instandgesetzten Motorblock verpflanzt bekommen hat musste es erst mal 500km ohne Last gefahren werden, ich hab also Montag abend und Montag Nacht relativ sinnbefreit mal 500km quer durch Österreich zurückgelegt, zum Glück zumindest von Justin, damit wars erträglicher.
Dienstag dann die letzten Handgriffe am Auto und Beladen, zum anschließenden Ölwechsel wollten wir um 12:00 in Berndorf sein, ausgegangen ist sich immerhin 17:45. Danach noch ein Abendessen bei meinem Bruder bekommen, den Hund noch mal rausgelassen und mal bis Villach getuckert.
Mittwoch musste ich dann in Villach wieder bissl Öl ablassen weil beim Ölwechsel zu viel reingefüllt wurde und der neue Motor damit auch gleich wieder gut versaut war, dann weiter nach Italien. Einer mäßig erfolgreichen Schlafplatzsuche in Genua ist dann ein recht frühes Wecken mittels Hupkonzert und Polizei gefolgt, ehe ich michs versehen habe bin ich im Schlafgewand am Steuer auf einer vierspurigen Strasse gefahren und hab die Augen noch nicht aufbekommen, is aber zum Glück nix passiert.
Dann Warten auf die Fähre inmitten unzählicher afrikanischer Kleintransporter

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Und auf der Fähre konnten wir dann endlich mal bissl durchatmen. Obwohl, ganz easy wars nicht weil ja der Ferdl ein ziemlicher Hosenscheisser ist und sich vor allem und jedem fürchtet, dafür haben wir gelernt dass er in 24 Stunden nur 1x Pipi muss. Gut zu wissen. Und dass er, wenn er in 48 Stunden ein mal gackt, das lieber am Teppichboden vorm Schiffsrestaurant erledigt als am Hundedeck. Ebenfalls eine hilfreiche Info.

In Tanger angekommen wurden wir nach den erstaunlich gemütlichen und freundlichen Grenzprozeduren von Beat, einem Freund aus Tarifa, und Muhammed, seinem Freund aus Tanger, empfangen. Gab dann erst mal ein marokkanisches Festmahl bei Muhammed zu Hause und anschließend ausgiebiges Medina-spazieren. Beat und ich:

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Geli und Muhammed:

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Sind nach diesem genialen Afrika-Einstieg noch ein Stück weitergefahren und haben bei Asilah am Strand geschlafen. Der Plan war recht direkt und schnell die Küste runterzufahren, aus Rabat das Mauretanien-Visum holen und dann Joschi treffen der schon in Essaouira auf uns gewartet hat. Daher am nächsten Tag mit einer Französin und ihrem marokkanischen Freund Asilah ansehen, war sehr nett

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und am Nachmittag wieder weiter die Küste runter. Bei Moulay Bousselham am Strand durften wir nicht über Nacht stehen, haben uns daher dort auf einen Campingplatz gestellt, hat auch was mit heißen Duschen und Trinkwasser und so.

Am Montag dann wiederum super brav um 6 aufgestanden um möglichst früh in Rabat das Visum zu beantragen und nach anfänglichen Hindernissen hat das auch super einfach geklappt, sogar auch noch mit uns gegenüber absolut sympatischen Konsulatsmitarbeitern, ich war beeindruckt. Also wieder ins Auto und weiter in den Süden, kurz vor dem angestrebten Tagesziel auf einer kleinen Küstenstrasse auf ein Pferdefestival gestoßen, extrem beeindruckend gewesen

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Die Burschen reiten in Festmontur auf ihren nervösen Araberpferden, jeweils eine Reihe startet im Trab, geht über in Galopp und dann stehen sie bei Vollgas in den Sätteln auf und ballern in die Luft. Hat was.

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Quasi pünktlich zu Sonnenuntergang dann noch ein Platzerl am Meer zum Schlafen gefunden

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die vorbeischauenden Kiddies mit Hauberln beglückt und am nächsten Tag dann die letzte Etappe nach Essaouira angetreten. Schöne Strasse an der Küste

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Nach einem kurzen unbeabsichtigten Schlenkerer ins Inland auch schöne wenn auch zeitaufwendige Strecke durchs Inland

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Und dann endlich unseren Reisekumpanen 20km nördlich von Essaouira, in Moulay, getroffen. Also ein paar Tage nix machen und am besten Spot Marokkos surfen und rumliegen. Nach den ersten Begegungen mit Baby-Eseln, Baby-Schildkröten, Baby-(oder einfach kleinen)Chamäleons und Baby-Katzen ist Geli sofort in die lokalen Baby-Hunde verliebt

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Die Kiddies sind zum Mützeverkaufen zu uns gekommen und statt dessen mit zusätzlichen Eristoff-Mützen (U4-Give Aways sind alle leicht schnapslastig) wieder abgezogen, der Joschi freut sich auch

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Im 2-Tische-Lokal im Örtchen hier gibts leckere Tachine und der Wirt trommelt ein bisserl zu gemütlichem Reggae

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Und nachdem gestern einen Tag kein Wind war beginnt er heute so richtig. Und ich komm endlich dazu an diesem genialen Spot aufs Wasser zu gehen. Sollte man meinen. Blöderweise hab ich allerdings gestern wieder mal ein bissl Wellenreiten ausprobiert und nach einem Wellenwaschgang mit Brettkontakt hatte ich das zweifelhafte Vergnügen ein marokkanisches Krankenhaus kennen zu lernen. Mit meinem doppelten Nasenbeinbruch und einem zugeschwollenen Auge seh ich aus wie ein Bild von Picasso, die Geli hofft sicher mindestens so sehr wie ich dass dieser Zustand nur temporär ist. Foto lass ich hier aus Rücksicht auf Frau Mutter lieber aus.

Der Joschi wird also noch ein bissl hierbleiben, dass man sich die Bedingungen nicht entgehen lassen kann verstehe ich absolut, wir haben uns ein bissl umsonst beeilt aber was soll man machen. Werden wohl morgen mal nach Marrakesch aufbrechen und Joschi wird in ein paar Tagen wieder zu uns stoßen, mal sehen. Jetzt wär ich dann bereit auf ein bisschen eine pannenfreiere Zeit, insahallah.

Marrakesch

Posted By leon / April, 29, 2013 / 0 comments

Der Joschi will doch noch mehr von Marokko sehen, wir haben daher bei leckerster Fish-Tajine alle Pläne wieder umgekrempelt und beschlossen gemeinsam Marrakesch, hohen Atlas und dann wieder die Küste südlich von Sidi Ifni anzusteuern, das freut uns natürlich sehr. Sollte sich dann ausgehen dass er danach rechtzeitig wieder nach Tangier kommt um seine Fähre zu erwischen und wir ein bissl südlich sind um trotz unserer zweiwöchigen Verspätung noch bissl Zeit im Senegal zu haben.

Geli und ich haben dann noch einen Tag in Essaouira verbracht
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Die Medina ist wunderschön, allerdings irre touristisch und teuer. Trotzdem nette Leute kennengelernt, Cay getrunken und gequatscht. Außerdem die beste Kitler ever gefunden, sogar mit Seitenscheitel (www.catsthatlooklikehitler.com)

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Und wenn uns mal die Händler zu aufdringlich waren hab ich nur die Sonnenbrille abnehmen müssen und alle sind uns ausgewichen.

Am Weg von Essaouira nach Marrakesch eine Arganöl-Frauenkooperative besucht, ca 40 Frauen die Arganöl herstellen und verkaufen, sie bekommen Lohn und am Ende des Jahres wird der Gewinn geteilt. Wenn eine schwanger, krank oder sonst irgendwie mal verhindert ist dienen solche Kooperativen auch als soziales Auffangnetz.
Die Herstellung des Öls ist völlig irre, erst mal werden die Argan-Früchte aufgesammelt (bei den Berbern früher aus den Haufibaufis der Ziegen, heute vom Boden auf den Feldern), dann mal händisch von der äußeren Schale befreit. Die Nuss dann wieder einzeln aufgeklopft und der Innenteil rausgenommen

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Das mal kurz anrösten und in ewig langer Arbeit zu Brei zermahlen, habens ausprobiert, ist sauanstrengend

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und der Brei muss dann wieder 2 Stunden unter Zugabe von Wasser per Hand geknetet werden bis das Öl sich abspaltet

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Frag mich wie viele Versuche es bei den Berbern gegeben hat sie auf diese unkomplizierte Methode gestossen sind. Naja, und dann gabs natürlich Produktpräsentation

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und shoppen

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war aufregend, macht müde

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weiter Richtung Marrakesch, liegt weiter im Landesinneren auf ca 500m

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und hier sind wir jetzt seit vorgestern abend, nachdems mit Hunden in der Medina nicht mal der halbe Spaß ist teilen wir uns auf, stehen auf einem recht schönen Campingplatz in der Palmeraie und einer bleibt bei den Hunden, zwei schauen sich die Stadt an. Gestern war der Joschi Guard, heut bin ichs.

Spich ich war gestern mit der Geli in der Stadt, sehr, sehr genial! Geli hat gleich ein Henna-Tattoo verpasst bekommen

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und gleich die erste Lektion im Verhandeln bekommen, hat zwar nur ein Zehntel der verlangten Preises bezahlt aber dazu auch ihr gerade erst angefanges Eis abgeben müssen, eine bittere Lektion.

Danach große Augen beim Schuheshoppen

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Am Hauberlmarkt

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und in allen anderen Souqs

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Ich habe mich sehr bemüht harte Verhandlungen zu führen, Gelis verzückte Blicke auf sämtliche präsentierte Waren haben uns aber immer ein bissl verraten, war aber alles in allem wirklich lustig und wir haben uns im Endeffekt mit allen Shopbesitzer, Taxifahrern, Essensstandlern, usw gemeinsam beim Verhandeln abgehaut.

An den Strassenstandeln gibts leckerste kleine Tajinen

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Am besten ists natürlich ein bissl aus dem zentralen Souq rauszuspazieren

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teilweise geht man einmal ums Eck, in der Sekunde ists totenstill und man spaziert durch fast unbeleuchtete Gasserl

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Wir hatten allerdings ständig das Gefühl dass die Marrakeschis in ihrem Alltag nicht unbedingt von Touris belästigt werden wollen und haben da eigentlich ganz aufs fotografieren verzichtet und uns bemüht möglichst nicht zu stören

Na und am Abend natürlich der Klassiker, Cay auf der Terasse des Cafe de Paris und Blick auf den Jemaa el Fna

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Schlangenbechwörer, Artisten, Schuhputzer, Verkäufer von was auch immer bieten ihre Dienste an, Fotos aus der Nähe gibts nur gegen bares

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und wir natürlich die einzigen Touris die das ganze von oben betrachten

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am coolsten wirds allerdings nach Sonnenuntergang

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da scheinen sich die meisten Europäer in ihre Hotels zu verziehen und der Platz ist voll von Marrakeschis, Musikern, Geschichtenerzähler, Leuten die einfach quatschen und Cay trinken und natürlich den Standlern die inzwischen ihr Food Stalls aufgebaut haben

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Also alles in allem sehr genial, bin schon gespannt was Geli und Joschi vom heutigen Tag erzählen wenn sie zurück sind, bis dahin hängen der Fizco, der (bissi kranke) Ferdi und ich noch ein bissl am Campingplatz ab. Und morgen oder übermoren geht dann in den hohen Atlas. Und meine Nase sieht zwar nch nicht so aus wie vorher aber es wird von Tag zu Tag besser, mein Aug ist wieder offen und ich kann sogar schon wieder Fotos von mir hier reinstellen

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Und das ist jetzt eine erstaunlich lange Abhandlung über nur 4 Tage gewesen, naja was solls, es sollte sowieso mehr gelesen werden finde ich.

edit: nachdem das mit dem Internet gestern nicht so gut funktioniert hat kommt der Artikel mit einem Tag verspätung und kleinem update: der arme Ferdi is doch ein bissl kaputter als gedacht, waren heut hier in einer super schönen Tierklinik (da hätt ich mir meine gebrochene Nase viel lieber reparieren lassen als in der Baracke in Essaouira), die Innenseite seiner unteren Augenlieder (wie auch immer die heißen) sieht leider ziemlich ekelhaft aus, haben jetzt einiges an Antibiotika und Augentropfen bekommen aber wenns in 10 Tagen nicht weg ist müssen wir wieder hierher und ein Teil davon muss operativ entfernt werden. Das hoffen wir natürlich in erster Linie fürs Hundsvieh nicht, in zweiter Linie passts natürlich gar nicht in unsere Senegal-Pläne, naja, wird schon passen. Morgen jedenfalls hoffen wir dass es wieder bissl wärmer und weniger wolkig is weil da gehts in den hohen Atlas, freun uns schon, wenns Wetter passt gibts dann schöne Fotos, ansonsten halt nicht so schöne. hehe.