the great outdoors

By leon | July, 29, 2015 | 0 comments

jetzt war ich endlich mal mit rucksack unterwegs und was soll ich sagen, ich liebe dieses land.

erst noch eine kleine tagestour bei koli gemcht, war nicht sehr aufregend, das ist angeblich die “view of finland” und hat etliche dichter und sänger inspiriert:

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aber dann in den patvinsuon-nationalpark gefahren, wollte da eine nette 40km 3-tages-tour machen, ein tag um einen see, die nächsten beiden um/durch ein moor. bin erst am nachmittag weggekommen, dauert ja immer alles bissl länger bei mir, mit hundezeug, kochzeug, zelt,… brauch ich einiges am rücken

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praktischerweise ist das mein pfadfinder-jugend-rucksack, habe ich schätzungsweise mit 12 oder 13 bekommen, dementsprechend sitzt der hüftgurt über dem bauchnabel, da funktioniert er dann natürlich nicht sehr gut

erster tag wie gesagt gemütlich um einen see, 15km

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bin aber nur 8km gegangen weil dann hats mit da gleich ganz gut gefallen

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das zelt hab ich eh auch das erste mal aufgebaut. das ist halt wirklich ein 1-mann-zelt und kein 1-mann-mit-hund-zelt

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die nächte da drinnen sind für den hund und mich eine ziemlich anstengende beziehungsprobe muss ich sagen. zusätzlich zum platzproblem hat er in der ersten nacht auch noch blähungen gehabt, wer ihn kennt weiss was das bedeutet, aber niemand der das nicht selbst erlebt hat weiss was das in einem geschlossenen raum mit 1/2m³ luft bedeutet…

na aber jedenfalls sehr schön da

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bei den lagerfeuerstellen hier gibts immer eine hütte mit brennholz

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und fast immer auch gleich kochgeschirr

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und da kommt NIX weg! das werkzeug ist fas immer ein sehr gutes und hochwertiges, das kochgeschirr auch, und die leute benutzen das, waschen es danach ab, hacken bissl brennholz für den nächsten nach und nehemn ihren sämtlichen müll mit! überall anders als in skandinavien unvorstellbar

wir haben das angebot genossen, waren ausserdem gemütlich baden, nachdems tatsächlich mal einen tag schön war. dann strandposing

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ja und dann halt eine schwierige nacht im viel zu kleinen zelt, aber auch überstanden. am nächsten tag beim morgenkaffee mal alles wieder auseinanderdividiert, keine ahnung wie das funktionieren soll wenns regnet

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und wieder weiter mit schmerzendem rucksack und schmerzenden schuhen, dafür ist meine 19€-lidl-hose super

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mit “easy dry”, das bedingt allerdings auch “easy-wet”, 2 sek nach regenbeginn ist die patschnass. aber das schaffen meine teueren gore-tex schuhe auch, insofern war die hose sicher der bessere kauf

ja und dann halt viel moor-gehatsche, von oben schaut das so aus

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steile treppen beim aussichtsturm

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große pilze, verwende jetzt immer den hund als größentabelle, darf man überall mitnehmen aber ich kenn mich ja nicht aus mit den dingern deshalb lass ich alle stehen

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heidelbeeren wachsen auch überall, auf die sind die finnen ganz geil

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flußquerung, da kann man sich das floß zu sich rüberziehen

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sein klumpat draufhauen

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und sich dann selbst ans andre ufer ziehen

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der nationalpark liegt recht nah an der russischen grenze, deshalb gibts da einiges zu ballern

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aber nicht in der hauptwandersaison. wobei ich am vortag 4 leute, an dem tag überhaupt niemanden getroffen habe, hauptwandersaison ist also als begriff viell etwas irreführend

naja und die nette dame bei der nationalparkinfo, die kein wort englisch gesprochen hat, hat mir auf der karte eingezeichnet wo ich überall wasser bekomme, allerdings waren das dann immer so sumpfrinnsale

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und das wasser war auch nach dem abkochen noch eine rotbraune suppe mit viel zeugs drinnen, ich war da sehr skeptisch und daher gezwungen wohl oder über die beiden tagesetappen, plus dem rest der ersten, an einem tag durchzulatschen, bin also brav 32km gegangen, muss aber nicht nochmal sein mit vollbeladung.

am nächsten tag bin ich dann gemütlich in den nächsten nationalpark, ruunaa-nationalpark, weitergezogen, da gibts eine schöne 33km 2-tages-tour um einen “reissenden” fluss, ein flussufer runter, das andre rauf. ist sehr schön da, nehm an in kanada schauts auch ungefähr so aus

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wölfe und bären wie in kanada gibts da auch, hab ich aber keine gesehen

flussrafting mit außenborder

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hab mir zuerst gedacht die sind ja bescheuert, aber ein raftingfluss hat hier halt trotzdem kaum gefälle, mit normalem rafting-schlauchboot bräuchte man wahrscheinlich 5h von einer stromschnelle zur nächsten

ja da gibts dann halt auch viel farngemüse

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moore, wälder

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und einiges an zu überbrückendem wasser, teilweise über kleine brücken

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größere und fast gerade brücken

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dämme

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und so einem ruderbootsystem

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man fährt mit einem boot rüber

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hängt das andere theoretisch hinten an, mit beiden zurück, lässt eins an ufer 1 und dann das andere an ufer 2. prinzipiell sinnvoll, nur haben die boote keine abschleppösen am heck gehabt, auch nix wo ich das seil anbinden konnte, ist wohl gedacht dass einer rudert und ein zweiter die leine vom zweiten boot hält. war dann durchaus eine herausvordernde aufgabe das alleine und mit einem vor freudiger aufregung durchdrehenden hund zu erledigen

ja und so was hier ist das absolut genialste:

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lean-to-shelter, nehm an auf deutsch sagt man biwak dazu, da kann man nach einem regentag (und klar regnets jetzt wieder ständig) ein feuer machen und sich in den trockenen verschlag setzen, die nassen sachen zum trocknen aufhängen (trocknen nicht, aber trotzdem nett) und den abend im warmen genießen. und das innenzelt in dem verschlag aufbauen, weil moskitos gibts hier ohne ende

und von innen schaut das so aus, füße am feuer wärmen und den bachviechern zuhören, absolut genial

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und hier natürlich auch wieder alles vorhanden, sogar mehr als sonst, wer etwas nicht mehr braucht das ein andrer noch brauchen könnte lässt es einfach dort

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finds also hervorragend hier, die rucksackproblematik muss ich noch irgendwie lösen wenn ich in lappland längere touren machen will aber da wird sich auch was finden. morgen geh ich wieder paddeln falls das wetter mitspielt, git da in der nähe anscheinend eine sehr schöne 11km-kanurunde, und jetzt geh ich mal meine sachen vom wandern auswinden, seh gerade dass es eine kurze regenpause geben dürfte

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