aufregendes

Posted By leon / November, 21, 2009 / 7 comments

ich sags euch, die zeit verrast, jetzt weiss ich ieder nicht was ich auslassen soll und was ich hier reinnehm, naja wird sich ja gleich weisen.

in remeshwaram eine kleine wanderung mit einer schweizerin und 2 indern an den punkt gemacht der am naehesten an sri lanka (ca 30km) ist, laut lonely planet 4km zum gehen, im endeffekt 12km one way im tiefen sand

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die armen beiden inder waren zusaetzlich noch wahnsinnig enttaeuscht als wir nach 4 stunden doch noch angekommen sind, zwischen indien und sri lanka gibts tausend kleine inselchen die “adam’s bridge” genannt werden, sie haben gedacht eine bruecke nach sri lanka vorzufinden. aber sie haben dafuer ihren ersten schwimmuntericht bekommen, sind aus dehli und waren das 2. mal in ihrem leben im wasser

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diese familie hat uns am heimweg vor dem verdursten gerettet, haben mit glueck nach den 12km zurueck grad noch den letzten bus nach rameshwaram bekommen sonst waerens noch zusaetzliche 18km geworden, waren um 10 voellig fertig zurueck

war dann nur kurz in trichy, hat mir nicht wahnsinnig gefallen, ueberhaupt interessant wie unterschiedlich anderen reisende staedte zusagen oder nicht, von trichy hab ich von den meisten nur positives gehoert, mir hats gar nicht gefallen, bin dann nach pondicherry (wieder an der kueste) weiter, da hab ichs wieder spitze gefunden, kurz davor haben mir zwei norweger gesagt dass das ihre schlimmste stadt in indien war. dort sind mir lustigerweise zufaellig sam und victoria aus england ueber den weg gelaufen, zwei englaender mit motorrad (das auch grad am verschiffen ist) die ich zuletzt vor monaten in kirgistan gesehen hab

dann nach mamallapuram weiter und dort auch 3 nette tage verbracht, irgendwie sind die alle ein bisschen an mir vorbeigegangen. zb erster tag in mamallapuram spaet aufgestanden, kein geld mehr fuers fruehstueck gehabt deshalb bankomat gesucht, der einzige im ort hat nicht funktioniert, mit einem inder ins plaudern gekommen der mir den weg zum 20km entfernten naechsten bankomaten mit dem bus erklaert hat, mich waehrend des wartens auf einen cay (tee) eingeladen hat, aus dem sind dann drei geworden und alle busse vorbeigefahren weshalb er mich dann am moped hingebracht hat. beim bankomaten grosse aufregung weil die karte vom typen vor mir nicht mehr rausgekommen ist, 20 leute die wissen was zu tun ist (aber nicht ungut), nach 30min war die karte wieder da und wir haben alle gemeinsam mein geld abgehoben, mir wurde von allen anwesenden jeder tastendruck erklaert. dann zurueckgefahren, 2x weil wir nochmal zum bankomaten mussten, hab mein buch dort liegenlassen. dann also wieder zurueck, noch 2 cay, dann seine steinhauerwerkstatt besucht (hab ich ihn danach gefragt, hat sich nicht aufgedraengt) und ein bissl was abgekauft

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danach gegessen und zu den steingarten-sehenswuerdigkeiten, war grad sauheiss deshalb in den schatten gesetzt und 2 stunden gelesen, danach mit indischer begleitung zu einem tempel, am weg mit enem verkaeufer ins plaudern gekommen und auch dort viel zeit mit quatschen und cay verbracht, kurz tempel angeschaut und wieder zum verkaeufer weil ich zur abwechslung das buch liegen hab lassen.
mit dem buch wieder in meinem besitz durchs gebuesch zum strand durchgeschlagen und auf den sonnenuntergang gewartet, dabei besuch von diesem fischer bekommen

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braucht keine angelrute, angelt cowboy-style, lang zusammengehockt und auf fische gewartet (kein einziger angebissen), wenig geredet weil er entweder kein englisch versteht und sich daher nicht traut zu reden oder ueberhaupt stumm ist, hab ich in der ganzen zeit nicht rausgefunden, war trotzdem nett mit ihm
am rueckweg hab ich einen flip-flop zerstoert, dieses paar haelt aber wundersamerweise sowieso schon seit kirgistan, zufaellig aber genau vor einem schuhmacher, der hat mich angegringst und nur “no problem” gesagt, hab mich neben ihn gesetzt und er hat fuer quasi kein geld alles wieder zusammengenaeht und auch die anderen sollbruchstellen verstaerkt, nur unterbrochen von einem cay.
dann noch kurz – nachdem mir eine kettelverkaeuferin das buch nachgebracht hab dass ich beim schuhmacher liegen hab lassen – internet, essen und ins bett.

und der naechste tag war eigentlich noch schlimmer, am vormittag fahrrad ausgeborgt und eine kroko-farm besucht

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ziemlich beeindruckend gewesen, ausserdem gespickt mit lustigen hinweisschildern

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aber der weg dahin war mit 16km viel kuerzer als gedacht, deshalb war ich mittag wieder zurueck und bin mal schnell einen happen essen gegangen

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einer meiner neuen freunde die ich dann in den naechsten paar stunden in dem lokal (in dem ich der einzige gast war) kennengelernt hab, im endeffekt hab ich nach ein paar stunden und einigen kaffees auch gleich das abendessen angehaengt, dann wieder kurz internet und schlafen

so und jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich weshalb ich euch eine nicht enden wollende geschichte von zwei tagen ohne grosse hoehepunkte und mit noch weniger pointe antue, naja mir war grad irgendwie danach euch das (positive) verfliegen der tage ohne grossen inhalt nicht vorzuenthalten. oder vielleicht hab ich auch nur drauf losgeschrieben und bin jetzt erst draufgekommen dass das vielleicht gar nicht so interessant ist. sorry wenn es sich so verhaelt.

jedenfalls ists danach zu meiner letzten indien-station gegangen, chennai, hab mich noch mit letzten tiger-, elefanten- und affengottheitsstickern fuers auto und einigem andern zeug eingedeckt.

ja und gestern abend wars soweit, nach 6 wochen indien verlassen, um mitternacht ist mein flieger nach singapur gestartet. der hat dann nur 3 stunden gebraucht, mit zeitverschiebung wars dann hier schon halb sieben, ausserdem gabs ziemliche turbulenzen dashalb hab ich nicht mal die drei stunden im flieger schlafen koennen und nachdem ich ja nur kurz hier bin wollt ich mich dann in der frueh auch nicht mehr hinlegen, vielleicht erklaert der schlafmangel diesen blogeintrag.

jedenfalls ist singapur ein wahnsinn!!! hab mir ja nicht viel erwartet ausser dass es halt sehr sauber ist aber es ist halt wirklich sehr sauber! und zwar sehr, sehr sauber, sogar fuer nicht-indische verhaeltnisse, ausserdem ziemlich schoen mit genialen museen (danke fuer den tipp stefan) und supernette leute deren englisch man versteht, offensichtlich ist viel geld vorhanden daher natuerlich alles auch viel, viel teeurer als bisher aber daran muss ich mich jetzt sowieso gewoehnen

also so siehts hier ca aus

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eigentlich viel besser aber ich hab kein besseres bild
heut war auch gleich nationaler und internatonaler drachbootbewerb

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und tanzen

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und viele verbotsschilder

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sogar das essen oder trinken in der u-bahn kostet 500$, naja geniesse trotzdem gerade die sauberkeit und ordnung ein bisschen mehr als ich mich ueber einschraenkungen aerger, auf dauer waers vielleicht muehsam

so, das wars fuer heute, erspare euch noch mehr aufregende anekdoten und weise noch mal entschuldigend auf meine eingeschraenkte koerperliche und geistige zurechnungsfaehigkeit zum jetzigen zeitpunkt hin und das naechste mal meld ich mich aus australien!!!

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